Mittwoch, 28 Okt 2020
Die Hamburg-Mannheimer-Zentrale (jetzt ERGO) in Hamburg
Die Hamburg-Mannheimer-Zentrale (jetzt ERGO) in Hamburg Bild: GeorgHH / Wikimedia (gemeinfrei)
 1 Minute Lesezeit  180 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Die Lebensversicherung war mal der Deutschen liebstes Vorsorge-Kind. Die Rendite war hoch, der Vertreter ("Hallo, Herr Kaiser") kam ins Haus. Vorbei. Das Ansehen der Vertreter ging in einer Budapester Therme baden, der Lustreise-Skandal der Hamburg-Mannheimer erschütterte die Branche.

Das Homeoffice wird nun verstärkt genutzt, um die Belastungen für Eltern von betreuungspflichtigen Kindern so weit wie möglich abzufedern.
Foto: Jan Baborák

Schulschließungen und Corona: NRW-Konzerne setzen viel mehr auf Home-Office

Die Rendite ist auf Talfahrt: Erst strich der Staat Steuervergünstigungen und unterwarf die Erträge der vollen Beitragspflicht bei Krankenkassen. Dann schickten Staatsschulden-Krise und EZB den Zins auf Talfahrt. Den Versicherern fällt es immer schwerer, die Zinszusagen zu erfüllen, mit denen sie einst Millionen Kunden anlockten. Nicht ausgeschlossen, dass einzelne Anbieter in die Knie gehen und gerettet werden müssen.

Was man nicht halten kann, soll man nicht versprechen. Deshalb schafft der Finanzminister nun für Neukunden Klarheit: Er will den Garantiezins unter ein Prozent senken. Die ehrliche Botschaft an die Verbraucher: Netto ist nichts mehr zu erwarten. Die Branche schreit auf, weil sie das so deutlich den Kunden natürlich nicht sagen wollte. Schäuble nimmt ihr eins ihr liebsten Marketing-Instrumente.

Recht so. Es gibt Vorsorge-Möglichkeiten, die besser sind, vor allem wenn weniger Verwalter daran verdienen.



Quelle: ots/Rheinische Post


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