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Schon der Name ist erstunken und erlogen: Die selbsternannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" sind keine Patrioten, sie sind tumbe Nationalisten.

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Foto: Pexels / CC0 (via Pixabay)

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Sie sind keine Europäer, sondern Europafeinde. Sie fürchten in Wahrheit keine Islamisierung, sondern sie sind religionsfern. Und von den Errungenschaften des (christlichen) Abendlandes - das sind nicht zuletzt Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - ist ihr Gedankengut weiter entfernt als der Mond von der Erde. Kurz: Die Kerntruppe von "Pegida" ist ein rechtsextremistischer Mob, welcher seit einem Jahr sein Unwesen treiben darf.

Dieses Unwesen ist weniger gekennzeichnet durch Hetze und Hassparolen gegen Flüchtlinge bei den Aufmärschen, auch nicht durch das Mitführen von Galgen, die für Spitzenpolitiker bestimmt sein sollen. So oder so ähnlich haben sich Rechtsextremisten schon immer artikuliert - und einige Tausend von ihnen muss eine demokratische Gesellschaft von 80 Millionen Menschen aushalten. Nein: Der Kern des Pegida-Unwesens liegt in einer schleichenden Vergiftung einer nicht genau zu beziffernden Zahl der Demokraten. Das Gift bewirkt eine Art klammheimliches Verständnis für diejenigen, die sich angeblich doch nur wehren gegen alles, was vielen Bürgern Ängste und Sorgen bereitet. Übersehen und überhört wird dabei zweierlei: Der Pegida-Kerntruppe geht es gar nicht um diese oder jene Flüchtlingspolitik, es geht ihr um die Etablierung rechtsextremistischer Programmatik. Und: Niemals werden solche Leute Problemlösungen anbieten können, die mit der Verfassung und den Grundwerten des Landes in Einklang zu bringen sind. Sie sind keine Heils-, sondern ganz gewiss Unheilsbringer.

Es mag unbehaglich klingen, aber wenn eine Gesellschaft einen Berg von Problemen vor sich sieht, dann ist sie gut beraten, jenen Politikern zu trauen, die keine Hauruck-Lösungen parat haben. Deren wichtigste Aufgabe ist es , die Sorgen und Ängste der Menschen ernst zu nehmen und zu verhindern, dass daraus Hass und Hetze werden.



Quelle: ots / Schwäbische Zeitung


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