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Frankfurt (ots) - 237 Jahre sind vergangen, seit in Hamburg die "Ersparungsclasse der Allgemeinen Versorgungsanstalt" als erste Sparkasse überhaupt gegründet wurde. Immerhin 40 Jahre ist es her, dass die regionalen Sicherungseinrichtungen der Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen einen Haftungsverbund bildeten. Doch hat die Organisation nicht nur eine lange Tradition.

Es kann nur so viel Präsenzunterricht angeboten werden, wie durch vorhandene Lehrkräfte erteilt werden kann.
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Corona-Krise: Kita-Öffnungen Mitte Juni auf der Kippe

Mit einem Geschäftsvolumen nicht weit unter 3 Bill. Euro und fast 350.000 Beschäftigten ist sie nationaler Branchenchampion und obendrein je nach Kriterium die größte oder eine der größten Finanzgruppen der Welt. Sie ist, bei allen Problemen, die in den besten Großfamilien vorkommen, unterm Strich erfolgreich. Und steht nun vor dem Zerfall?

"Gemach, gemach", sagen Sie? Das sagen vor allem auch die meisten Mitglieder der Gruppe selbst. Und in der Tat scheint deren Auseinanderbrechen als Folge des Streits zwischen dem westfälisch-lippischen Verband und dem Rest über das neue Sicherungssystem ja weit weg zu sein; die Westfalen - durch die WestLB einschlägig vorbestraft - wollen ihre Haftung bei einer etwaigen weiteren Landesbank-Schieflage deckeln. Man sollte dennoch allmählich anfangen, das Undenkbare zu denken. Denn so einfach wäre es eben nicht, dass sich eine Region, die - so der Verbandspräsident aus einem anderen Gefilde - mit ihrem "Egotrip" längst allen anderen auf den Keks geht, aus der Solidargemeinschaft verabschiedet, und die verbleibenden 345 Sparkassen mit ihren acht Landesbanken und den LBS machen weiter, als wäre nichts gewesen.

Nein, das Ausfransen des Verbundes hätte Konsequenzen über die direkt betroffenen 70 westfälisch-lippischen Institute hinaus, etwa für die Refinanzierung aller Gruppenmitglieder. Denn der Familienkrach wirft grundsätzliche Fragen auf, wie es ganz allgemein um den Zusammenhalt der Gemeinschaft mit dem HKS-13-roten "S" bestellt ist und ob manche regulatorischen Vorteile, die Verbünden nach teilweise mühsamen Verhandlungen gewährt wurden, auf Dauer gerechtfertigt sind. Würden sie einkassiert, wären neben den Öffentlich-Rechtlichen auch die Kreditgenossen gelackmeiert. Aufseher, Regulatoren, Politiker, Ratingagenturen und alle, denen das deutsche Dreisäulensystem schon immer lästig war, verfolgen das Schauspiel daher mit höchstem Interesse. Wie zu hören ist, zeigen sich zunehmend auch Firmenkunden verunsichert.

In Westfalen-Lippe, wo man einen feinsinnigen Humor hat, wird am 17. Juni, dem ehemaligen Tag der Deutschen Einheit, entschieden. Da steht dann nicht nur Lippe auf der Kippe.



Quelle: Börsen-Zeitung


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