Mittwoch, 20 Jan 2021
Foto: chuttersnap / CC0 (via Unsplash)
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Trotz einer Stagnation im November und eines Rückgangs im Dezember stiegen die deutschen Ausfuhren im Jahr 2018 nach vorläufigen Angaben des statistischen Bundesamts um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Obwohl der Handelskonflikt zwischen den USA und der VR China die weltwirtschaftliche Lage trübt, kamen die wichtigsten Impulse für die deutschen Exporte weiter aus Asien. Die deutschen Lieferungen in die Asien-Pazifik-Region stiegen mit einem Plus von 6,7 Prozent mehr als doppelt so schnell wie die gesamten Ausfuhren Deutschlands.

Deshalb sollten die Investoren hellhörig werden, wenn die Deutsche Bank ankündigt, ihre Kapitalplanung zumindest temporär außer Acht zu lassen.
Foto: Jasmin Sessler

In die Vollen

"Besonders stark legten unter den größeren Handelspartnern die deutschen Exporte nach Indien mit 17,0 Prozent, in die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN mit 11,4 Prozent und nach China mit 8,1 Prozent zu. In der ASEAN lagen bei den Wachstumsraten die Philippinen mit 26,5 Prozent, Vietnam mit 18,3 Prozent und Singapur mit 15,0 Prozent an der Spitze", sagt Frank Robaschik, Bereichsleiter für die Region Asien-Pazifik bei Germany Trade & Invest (GTAI) in Bonn.

Der kurzfristige Ausblick für die deutschen Ausfuhren in die Region ist jedoch unsicher. Nach Prognosen des IWF vom Oktober 2018 dürfte die Region in den nächsten fünf Jahren bis 2023 fast die Hälfte der Zunahme der weltweiten Wirtschaftsleistung stellen. Dennoch wirkt sich der Handelskonflikt zwischen China und den USA auf den Welthandel und damit auch auf die deutschen Ausfuhren nach Asien aus. So fielen die deutschen Exporte nach China im Dezember 2018 um 7,6 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. "Die neuen Freihandelsabkommen der EU mit Japan sowie aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren auch mit Singapur, Vietnam, Australien und Neuseeland dürften die Bedeutung der Region für Deutschland dagegen zusätzlich stärken", so Robaschik weiter.



Quelle: ots/GTAI


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