Foto: Holger Link / CC0 (via Unsplash)
 1-2 Minuten Lesezeit  350 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Fünf Stunden Präsentationen, elf Referenten, 144 Folien: An Informationen hat es die Deutsche Bank auf ihrem Investorentag nicht mangeln lassen. Dass die Aktie dennoch schwächer als der Dax schloss, darf man als Indiz werten, dass sich die Begeisterung der Investoren in engen Grenzen hält. Man muss aber ebenso konstatieren: Es ist auch nichts weiter kaputt gegangen, nachdem die Bank noch im September ihre Ertragserwartung leicht gesenkt hatte.

Bernd Althusmann hält eine Ausweitung der Maskenpflicht an Schulen auf den Unterricht für denkbar.
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Althusmann hält Maske im Schulunterricht für "keinesfalls ausgeschlossen"

Was bleibt? Zu einem kleinen Hoffnungsschimmer taugt, dass ausgerechnet die im Sommer gerupfte Investmentbank inzwischen zu einer etwas mutigeren Ertragsprognose Anlass gibt. Schließlich will die Bank den Beweis antreten, dass sie bis 2022 im gesamten Konzern den Ertrag halten kann, auch wenn sie bis dahin 18.000 Stellen abbaut. Schwerer als die jüngsten Signale aus der notorisch volatilen Investmentbank wiegt jedoch die strategische Position des Instituts: Konzernchef Christian Sewing hat die Bank den Investoren vor allem als Kostensenkungsfall verkauft. Das ist sicher nicht falsch. Kostensenkungen aber sind beileibe kein Alleinstellungsmerkmal: Jedermann in der Branche muss sparen, und manche Bank hat damit sogar schon lange vor Deutschlands größtem Kreditinstitut angefangen. Was spricht außer einem nun überdurchschnittlich hohen Einsparpotenzial kurzfristig für die Deutsche Bank? Im Investment Banking hat die Ertragskraft im laufenden Zyklus den Höhepunkt überschritten, im Firmenkundengeschäft drohen im Zuge des Abschwungs höhere Belastungen, und im Privatkundengeschäft sorgt die Geldpolitik für Ertragsabrieb. Derweil droht das Management vor lauter Beschäftigung mit dem eigenen Umbau das nächste Mega-Thema zu verpassen: Seine Ausführungen zur Nachhaltigkeit beschränkten sich auf Aussagen zum geplanten Vertrieb passender Produkte.

Auf lange Sicht wiederum steht der Bank eine mächtige Inflation der Kapitalanforderungen bevor. Gut zwei Jahre nach den entsprechenden Beschlüssen hat sie am Dienstag erstmals den Effekt des Abschlusses von Basel III beziffert: schlappe 59 Mrd. bis 76 Mrd. Euro an Risikoaktiva. Mit überarbeiteten Regeln zum Handelsbuch sowie zu bankinternen Modellen läuft dies auf einen Anstieg des Eigenkapitalbedarfs um gut ein Viertel bis fast ein Drittel bis 2029 hinaus. Wer da an Nachsteuerrenditen von 8% glaubt, braucht neben Zuversicht mit Blick aufs Management auch Gottvertrauen. Die Restrukturierung der Deutschen Bank ist und bleibt ein Ritt auf der Rasierklinge.



Quelle: ots/Börsen-Zeitung
#mehrGesellschaft
Man hätte das viel früher vorbereiten können und müssen", sagte Landsberg
Foto: Alfred Derks

Lockerungen für Geimpfte bundeseinheitlich regeln

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, drängt auf bundeseinheitliche Regelungen im Umgang mit Geimpften. "Die Aufhebung von Einschränkungen für bereits geimpfte...
Die Realität dagegen: Brandenburg und Sachsen gehören, was den Anteil der Erstgeimpften gegen Corona angeht, zu den Schlusslichtern in Deutschland.
Foto: WorldInMyEyes

Das dauert noch

Geimpfte können trotz Corona-Beschränkungen wieder mehr Freiheit genießen: Einkaufen oder Essen gehen zum Beispiel oder einen Kurzurlaub antreten. Das ist die Verheißung. Die Realität dagegen:...
Beim Netto-Vergleich liegen die Altersbezüge der freien Berufe aber noch immer 1,8-mal so hoch wie die durchschnittliche gesetzliche Rente.
Foto: pasja1000

Renten aus Versorgungswerken doppelt so hoch wie gesetzliche Renten

Die Altersrente der Versorgungswerke freier Berufe wie Ärzte, Apotheker, Notare oder Rechtsanwälte liegt mehr als doppelt so hoch wie die Altersrente gesetzlich Versicherter. Zahlten die...
Back To Top