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Das Auseinanderdriften der Partner der freien Welt ist in Afghanistan konkret zu besichtigen. Die Mission im Kampf gegen die Taliban ist dort noch längst nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Angriffe der islamistischen Kämpfer haben wieder deutlich zugenommen. Während sich die Lage verschärft, sind insbesondere aber die Amerikaner der Mission müde. Präsident Donald Trump würde seine Truppen lieber heute als morgen abziehen. Die größte Herausforderung des Afghanistan-Einsatzes liegt also nicht in der verschärften Sicherheitslage, vielmehr ist es das Bemühen, die Amerikaner im Spiel zu halten.

Auch Privataktionäre werden sich überlegen müssen, ob sie ihr Investment umschichten.
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Eine Frage der Bewertung

Der alte Satz des früheren Verteidigungsministers Peter Struck, wonach Deutschland auch am Hindukusch verteidigt wird, hat weiter Gültigkeit. Im Fall eines überstürzten Abzugs der internationalen Truppen würden die islamistischen Kräfte in Afghanistan schnell wieder Oberhand gewinnen. Die Gefahr, dass von dort auch wieder Terror in die freie Welt exportiert wird, wäre groß. Es gibt also ein Eigeninteresse Europas und der USA, den Einsatz fortzusetzen.

Deutschland muss seine Rolle als starke Mittelmacht in Europa annehmen. Es darf sich aber auch nicht übernehmen. Konkret heißt das für Afghanistan, den Frieden dort so weit zu sichern, dass die Taliban und der IS von dort aus keine internationalen Terrornetzwerke unterhalten können. Aber zu glauben, man könne mit dem Militäreinsatz den Menschen in Afghanistan auch Freiheit, Demokratie und Gleichberechtigung bringen, ist eine Illusion. Das müssen die Bürgerinnen und Bürger dort selbst wollen und installieren. Sobald die afghanischen Sicherheitskräfte in der Lage sind, die Taliban selbst in Schach zu halten, sollten die Truppen abziehen. Bis dahin aber müssen sie unbedingt bleiben.



Quelle: ots/Rheinische Post
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