Samstag, 05 Dez 2020
Foto: Wir haben es satt!/Meine Landwirtschaft / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)
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Im Ringen mit den Glyphosat-Klagen, die Bayer so schwer belasten, scheint der Konzern einen Erfolg erzielt zu haben: Ein US-Richter senkte die Höhe des Schadenersatzes, den Bayer zahlen muss. Dass der Konzern dennoch in die Berufung geht, ist kein Wunder. Der Sieg in San Francisco ist ein Pyrrhussieg. Der Richter betont auch, dass die Klage in der Sache berechtigt ist. Auf Basis der Beweise verdiene Monsanto eine Bestrafung. Damit fällt die Verteidigungsstrategie zusammen. Bayer hatte seine Hoffnung darauf gesetzt, dass Richter anders entscheiden als vermeintlich emotionale Geschworene. Nun hat Bayer es amtlich: Monsanto hat seine Kunden getäuscht. Die Hoffnung, mit Freisprüchen aus den Tausenden Verfahren zu kommen, dürften in Leverkusen verschwunden sein. Längst hat das große Rechnen begonnen. Welche Vergleiche können wir uns leisten, um rasch die schwere Hypothek des Monsanto-Deals zu tilgen?

Zugleich läuft die Planung für die Zeit nach Glyphosat an. Mag der Konzern noch gebetsmühlenartig betonen, es gebe Hunderte Studien, die die Unbedenklichkeit des Unkrautvernichters belegen, so schafft die Politik längst Fakten. Wenn schon die konservative Agrarministerin Julia Klöckner eine Verlängerung der Zulassung über 2022 hinaus ablehnt, ist klar: Die Zeit für Glyphosat läuft ab. Das Mittel hat über Jahrzehnte seine Verdienste in der Landwirtschaft gehabt. Doch seine Nebenwirkungen will die Gesellschaft nicht länger tragen. Deshalb muss die Wirtschaft nach Alternativen suchen - so wie beim Kohleausstieg auch. Bei hinreichendem Vorlauf, der Planungssicherheit gibt, ist das kein Problem. Dass Bayer nun erstmals auf die Entwicklung alternativer Mittel setzt, zeigt, dass man in Leverkusen langsam begreift.



Quelle: ots/Rheinische Post
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