Freitag, 03 Jul 2020
Foto: Frank Wittkowski / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  235 Worte im Text  vor 214 Tagen

Die EU-Verkehrsminister haben bei ihrem Treffen in Brüssel Entscheidungen zugunsten der Eisenbahnen und gegen die Verbraucher getroffen. Natürlich war es aus Sicht der Unternehmen ärgerlich, dass sie sich bei Entschädigungen für längere Verspätungen nicht mit höherer Gewalt herausreden konnten - anders als die konkurrierenden Fluggesellschaften. Chancengleichheit sieht tatsächlich anders aus.

empty alt
Foto: StockSnap / CC0 (via Pixabay)

Freie Träger Schulen proben den Aufstand

Die nun getroffene Entscheidung ist aber vor allem eines: ein Geschenk an Rechtsanwälte. Sieht man einmal ab von dem versteckt platzierten Formular auf der Internetseite der Bahn und der fehlenden Möglichkeit, dieses online auszufüllen, war es bislang recht unkompliziert, Ansprüche geltend zu machen. Nun aber dürfte es regelmäßig zum Streit kommen. Zumal es für die Bahnreisenden in vielen Fällen nicht ohne Weiteres ersichtlich sein wird, ob es sich bei einer Verspätung um einen Akt höherer Gewalt handelt oder nicht.

Es ist ein weiteres Ärgernis für Kunden, die in jüngster Zeit ohnehin viel Geduld beim Bahnfahren aufbringen mussten. Die Verkehrsminister haben den Bahnen zwar in Sachen finanzieller Spielraum geholfen, zugleich produzieren sie jedoch unnötigerweise einen Imageschaden. Und das ausgerechnet in Zeiten, in denen die Bahn zur Erreichung der Klimaziele wichtiger denn je ist.

Wenn das Argument für die Entschädigungsregelung einheitliche Wettbewerbsbedingungen zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern gewesen ist, bleibt die Frage, warum die EU-Verkehrsminister nicht den Mut gehabt haben, den Verbraucherschutz insgesamt zu stärken. Das wäre ganz einfach möglich gewesen, indem sie den Passus der höheren Gewalt bei den Fluggesellschaften gekippt hätten.



Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrGesellschaft
Treffend spricht Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen davon, dass hier der Flügel längst der ganze Vogel geworden sei.
Foto: Vincent Eisfeld / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Die AfD macht sich selbst verdächtig

Die Beobachtung ihres gesamten Landesverbandes durch den Verfassungsschutz hat sich die Brandenburger AfD selbst zuzuschreiben. Wenn zum einen der AfD-Landeschef Andreas Kalbitz selbst dem eigenen...
Der Begriff Rasse gehört, um es klar zu formulieren, auf den Müllhaufen der Geschichte.
Foto: Gemma Chua-Tran

Nicht unantastbar

Kritiker wittern eine Scheindebatte. Sie sprechen von Symbolpolitik ohne Gehalt, die sich wie so oft darin erschöpft, das gute Gewissen zu streicheln. Und sie warnen davor, ohne Not Hand an die...
Besonders lange dauert dabei die sogenannte Kundenphase von der Antragstellung bis zum Eingang der vollständigen Antragsunterlagen.
Foto: succo / CC0 (via Pixabay)

Arbeitslosengeld: Im Schnitt 49 Tage von Antragstellung bis Auszahlung

Wer seinen Job verliert und Arbeitslosengeld beantragt, muss im Schnitt 49 Kalendertage bis zur Auszahlung warten. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der...
Werde der Werkvertrag verboten, stünden einige Unternehmen "vermutlich kurzfristig vor erheblichen Personalproblemen".
Foto: Jai79 / CC0 (via Pixabay)

Geplantes Verbot von Werkverträgen: Fleischwaren-Präsidentin zweifelt an Durchsetzungsfähigkeit

Sarah Dhem, Präsidentin des Bundesverbandes der Fleischwarenindustrie, ist skeptisch, dass das von der Bundesregierung angekündigte Verbot von Werkverträgen in der Fleischwirtschaft so umgesetzt...
Die Schulen benötigen die Zeit, um sich auf eine neue Art des Unterrichts einzustellen.
Foto: Andy Falconer

Schulen benötigen Zeit für das neue Lernen

Seit Mitte März befinden sich Schüler, Eltern und Lehrer in einem permanenten Ausnahmezustand. Mit der Entscheidung, alle Schulen zu schließen, hat die Landesregierung richtig gehandelt. Sie dürfte...
Womöglich ist die Zeit der "Alles-unter-einem Dach"-Häuser einfach vorbei.
Foto: Magnussen, Friedrich (1914-1987) - Stadtarchiv Kiel / CC BY-SA 3.0 DE (via Wikimedia Commons)

Die Zeit der Warenhäuser ist vorbei

Was für ein Niedergang! Einst war die Warenhaus-Branche eine Sammlung klangvoller Namen: Horten, Hertie, Karstadt, Kaufhof teilten sich den großen Umsatzkuchen. Dann kam Amazon und machte den Weg...
Die Politik muss mit unsicheren Wissen Entscheidungen treffen.
Foto: Alexandra Koch

Virologe Streeck sieht Schulöffnungen entspannt

Angesichts der vorzeitigen kompletten Öffnung der Grundschulen in Nordrhein-Westfalen und allgemeiner Überlegungen in anderen Bundesländern, Unterricht und Kita-Betreuung früher und vollständig...
Back To Top