Foto: Prateek Katyal
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Es ist erschreckend, wie leicht es anscheinend Pädophile haben, miteinander zu kommunizieren und einschlägiges Bildmaterial auszutauschen. Wer bislang angenommen hat, das wäre nur im sogenannten Darknet abseits der Öffentlichkeit möglich, der wird vom Landeskriminalamt nun eines Besseren belehrt.

Europa muss auch sicherheitspolitisch einen Mehrwert produziert. Dies ist eine der großen Zukunftsaufgaben.

Akut einsturzgefährdet

Mitten unter uns agieren die Kriminellen ungeniert in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Youtube. Sie schreiben unter Videos für jedermann sichtbar ihre widerlichen Kommentare, in denen sie auf entsprechende Szenen in den Filmchen aufmerksam machen. Offenbar haben sie keine Angst davor, von den Behörden erwischt zu werden, weil das Risiko gering ist. Und selbst wenn anderen Nutzern solch verwerfliches Verhalten auffällt und sie dieses den Betreibern der Plattformen melden, passiert in den meisten Fällen so gut wie nichts.

Aus Ermittlerkreisen ist immer wieder zu hören, dass der Kampf gegen Kindesmissbrauch dem gegen Windmühlen gleiche. Der Flut von Fotos und Filmen Herr zu werden, die zunehmend durchs Internet geistern, sei unmöglich. Tatsächlich fehlen den Sicherheitsbehörden Personal und rechtliche Befugnisse an allen Ecken. Jahrzehntelanges Weggucken und Nichtstun in diesem Kriminalitätsfeld hat dazu geführt, dass die Pädophilen scheinbar nach Belieben schalten und walten können. Um so wichtiger wäre es, dass endlich die großen sozialen Medien wie Facebook und Youtube und all die anderen aufwachen und massiv gegen jegliche Form von Kindesmissbrauch auf ihren Plattformen vorgehen. Das tun sie nämlich trotz aller öffentlicher Beteuerung definitiv nicht - und wenn, dann nur sehr halbherzig. Andernfalls könnten diese Kriminellen nicht so ungeniert auf ihren Seiten kommunizieren.



Quelle: ots/Rheinische Post
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