Mittwoch, 28 Okt 2020
Foto: Irish Defence Forces / CC BY 2.0 via WikiCommons
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Die Welt schaut in diesen unruhigen Wochen nach Nordkorea, nach Syrien, in die Türkei. Die Weltlage gibt wahrlich Anlass genug, sich große Sorgen zu machen.

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Foto: Pexels / CC0 (via Pixabay)

Folgen alter Versäumnisse

Angesichts dieser kritischen Situation ist die Flüchtlingsfrage für eine gewisse Zeit aus dem Fokus gerückt. Dass sich an dem furchtbaren Schicksal von Millionen Menschen nichts geändert, nichts verbessert hat, hat das zurückliegende Wochenende gezeigt: Kaum wurde das Wetter etwas ruhiger, machten sich wieder Tausende auf den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer.

Wer geglaubt hatte, mit dem Verstopfen der Balkanroute könne sich Europa langfristig abschotten, sieht sich nun eines Besseren belehrt. Die grassierende Not in Afrika und das Morden in der arabischen Welt - in unserer Nachbarschaft findet Entsetzliches statt.

Die Flüchtlingsfrage wird sich in Europa also weiter stellen. Die Debatte um Arm und Reich, um Teilen und Egoismus wird wieder aufflammen. Sie wird hart werden und auch widerlich. Doch Europa muss diese Debatte führen und endlich mit viel mehr Einsatz nach Lösungen suchen. In den Elendsgebieten Afrikas, in Syrien. Die Flüchtlinge, die ihr Leben einsetzen, zwingen dazu.



Quelle: ots/Westdeutsche Allgemeine Zeitung


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