#zeitfokus.

Donnerstag, 28 Mai 2020
Foto: Jürg Vollmer / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)
 1-2 Minuten Lesezeit  259 Worte im Text  vor 138 Tagen

Jeder Flugzeugabsturz ist schrecklich - sei er auf einen technischen Defekt oder einen gezielten Anschlag zurückzuführen. Aber ein Flugzeugabsturz durch einen Abschuss "aus Versehen" wäre an schrecklicher Absurdität nicht mehr zu überbieten. Sollte sich der Verdacht eines fatalen Irrtums bestätigen, wäre der vorläufige Höhepunkt der Zuspitzung in dem eskalierenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran erreicht.

empty alt
Foto: StockSnap / CC0 de (via Pixabay)

Die Verwaltung der Zukunft

176 Tote "aus Versehen" - wenn die weitere Eskalation das Ziel ist, kann ein solcher Vorfall wie ein Brandbeschleuniger wirken. Aber auch der gegenteilige Effekt ist denkbar. Denn zumindest für die iranische Seite ist der sich verhärtende Verdacht ein Desaster: Unter den Opfern von Teheran befinden sich 82 Iraner. Ein Land aber, dessen Luftabwehr in Erwartung von Gegenschlägen auf den Raketenbeschuss der US-Luftwaffenstützpunkte im Irak eigene Landsleute abschießt, droht den Rückhalt in der Bevölkerung zu verspielen, auf den es nach der Tötung Soleimanis gebaut hatte.

Schon zeichnen sich durch den internationalen Druck und die Forderung nach Aufklärung diplomatische Verbindungen wider Willen ab. Der Iran beharrt zwar noch auf seiner Darstellung eines technischen Defekts als Ursache, lässt aber nun doch Experten aus den USA, Kanada, Frankreich und der Ukraine ins Land, um gemeinsam die Hintergründe des Absturzes zu ermitteln.

Allein dieser Vorgang hat eine zumindest vorläufig entschärfende Wirkung auf den politischen Konflikt. Wer zusammen ermittelt, muss sich zwangsläufig im Umgang miteinander mäßigen. Zugleich wächst mit jedem persönlichen Detail, das über die so unbeteiligten wie unschuldigen Absturzopfer bekannt wird, ihre mahnende Wirkung auf alle Kriegstreiber. Das wäre in allem absurden Schrecken noch der größte Sinn, den man ihrem Tod beimessen könnte.



Quelle: ots/Westdeutsche Zeitung
#mehrGesellschaft
Insgesamt liegt der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bei 19,3 Prozent.
Foto: Engin Akyurt

Aus dem Soli wird die Corona-Abgabe

Es geht um gewaltige Zahlen. Über eine Billion Euro haben Bund und Länder zur finanziellen Bewältigung der Corona-Krise in Aussicht gestellt. Allein in diesem Jahr hat der Bundestag schon einen...
Viele Lehrer haben echte Ängste, die ernst genommen und korrekt adressiert werden müssen.
Foto: Maximilian Scheffler

Akademie-Chef will Corona-Atteste für Lehrer nur noch vom Betriebsarzt

Wegen der Vielzahl der Lehrer, die sich wegen der Corona-Pandemie durch ihren Hausarzt vom Präsenzunterricht befreien lassen, hat die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ)...
Die wegen der Corona-Krise in Not geratene Lufthansa verhandelt mit der Bundesregierung über ein Rettungspaket im Umfang von neun Milliarden Euro.
Foto: Dennis Gecaj

Debatte um Staatshilfen: DGB verschärft Forderung nach Gegenleistungen

In der Diskussion um staatliche Hilfen und Beteiligungen an Unternehmen drängt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) immer schärfer auf Gegenleistungen wie Beschäftigungssicherung in der Corona-Krise.
Zu Hochmut oder Leichtsinn besteht aber weiterhin nicht der geringste Anlass. Das Virus ist nach wie vor da. An der Gefährdungslage ändert sich nichts.
Foto: Annie Spratt

Corona und Lockerungen

So, jetzt ist gelockert. Viele Beschränkungen, denen wir wegen der Corona-Pandemie unterlagen, entfallen jetzt - bis auf Weiteres. Große Teile der Freiheit, die wir für einige Wochen nicht hatten,...
Die Bundesländer müssen endlich gemeinsame Standards festlegen, der Föderalismus macht oft träge.
Foto: BMVI.de / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)

Corona hat Bildungslandschaft "unvorbereitet" getroffen

Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) hat die Kultusminister für Defizite beim Online-Unterricht während der Schulschließungen verantwortlich gemacht. "Vor Corona gab es auch seitens der...
Besuche einer festen Kontaktperson unter strengen Auflagen zu erlauben, ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Foto: Georg Arthur Pflueger

Das Risiko, einsam zu sterben

Ehepartner, die sich nicht Lebewohl sagen können. Töchter und Söhne von Demenzkranken, die plötzlich nicht mehr kommen, aber keine Chance haben, dass ihre Angehörigen jemals den Grund dafür...
Wenn der Staat direkt und auch wirksam helfen will, dann könnte er doch seine eigenen Fuhrparks bei Verwaltung, Polizei etc. gezielt erneuern.
Foto: Pablo Martinez

Der Staat wird das Füllhorn für Autokäufe ausschütten

Was ist da nur geschehen? Da fordert die deutsche Automobilindustrie in bewährter Manier staatliche Hilfen, um den Absatz seiner Karossen zu fördern. Doch anstatt sofort und großzügig, wie früher...
Back To Top