Donnerstag, 01 Okt 2020
Gregor Gysi
Gregor Gysi Foto: Michael Lucan / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
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Der langjährige Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, sieht den Hauptgrund für den aktuellen Wahlerfolg der AfD in der Fixierung auf das Thema Flüchtlinge.

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Foto: rauter25 / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)

Wo der Handel stirbt, sterben Stadtzentren und Dorfgemeinschaften

Gysi räumte am Montag im rbb-Inforadio ein, dass gerade auch in Sachsen-Anhalt bisherige Wähler der Linken zur AfD gewechselt seien. Zur Begründung verwies er zum einen auf die "abstrakte Angst vor Flüchtlingen, vor islamischem Glauben etc., die herrscht überall in der Gesellschaft".

Viele Wähler hätten dabei aber völlig übersehen, was die AfD-Politiker sonst noch forderten: "Wissen sie wirklich, dass sie den Mindestlohn abschaffen wollen, dass sie den Spitzensteuersatz in der Einkommensteuer senken wollen, dass sie auf jeden Fall eine Vermögensteuer ablehnen, dass sie die Atomkraftwerke wieder anschalten wollen? Das alles steht drin im Programm!".

Gysi beklagte, dass AfD-Chefin Frauke Petry in den Medien immer nur zum Thema Flüchtlinge befragt werde, nie nach den anderen Themen. Gysi wörtlich: "Wenn viele gewusst hätten, was die AfD sonst noch fordert, hätten sie sich noch zweimal überlegt, ob sie die wählen."



Quelle: ots/rbb


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