Donnerstag, 01 Okt 2020
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Am Dienstag wurden zwei Raser aus Berlin erneut zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt. Bei ihrem Autorennen starb ein Rentner. Das Urteil soll andere abschrecken, mit ihren getunten Karren durch Ortschaften zu rasen oder bei Rennen mitzumachen. Aber wichtiger als die 27 und 30 Jahre alten Männer für sehr lange Zeit, mindestens 15 Jahre, hinter Gitter zu schicken, was der Sozialisation wenig zuträglich ist, wäre es, täglich viel mehr gegen Verkehrsrowdys zu tun. Denn wie auch der Sohn des Opfers nach dem Gerichtsurteil sagte: »Das Rasen geht leider weiter.« Es braucht nicht harte Urteile, sondern mehr Prävention.

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Es gibt zwar die Möglichkeit, härtere Strafen wegen verbotener Autorennen zu verhängen, wenn dabei jemand stirbt. Aber bereits viel früher sollten Raser von der Straße geholt werden. Und zwar nicht erst, wenn ein Rennen auffliegt oder etwas passiert ist. Zum einen sollte die Polizei zu schnell fahrende, röhrende Wagen sofort aus dem Verkehr ziehen und häufiger kontrollieren. Die pseudostolzen Besitzer von Autos mit lautem Auspuff sollen merken, dass es schwierig wird, aufmerksamkeitsheischend andere Verkehrsteilnehmer*innen zu stören und zu gefährden.

Zum anderen muss es gelingen, dass Jugendliche es nicht mehr cool finden, wenn sie mit über 100 Stundenkilometern durch Ortschaften brettern. Schließlich hat das nichts mit Freiheit oder Rebellion zu tun. Es ist laut, gefährlich, umweltschädlich und chauvinistisch.



Quelle: ots/neues deutschland
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