Jenseits des Terrortrios - Die wahre deutsche Verfassungsschutzaffäre

Foto: Tabea Huth / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

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Natürlich ist es möglich, dass abgetauchte militante Jungnazis bei einem V-Mann arbeiteten und dessen Führer nichts ahnten. Auch vor der jetzt Furore machenden Dokumentation wies alles in diese Richtung: Die Szene nahm das Geld und lachte über das Amt.

Dass die Dienste in Bund und Land die Aufklärung behindern wie in einem Groschenheft, ist ebenso klar. Was aber wird verschleiert? Geht es nur um die Peinlichkeit, dass sich Hochhäuser voll »Experten« von ein paar Rotzlöffeln benutzen ließen? Oder lief das Spiel nicht doch auch andersherum?

2015 sagte der frühere Erfurter NPD-Spitzel Kai-Uwe Trinkaus in der weniger beachteten Dokumentation »V-Mann-Land«, die Rechten hätten vom Verfassungsschutz durchaus mal Adressen von Linken bekommen - mit dem Hinweis, ein paar hinter die Löffel schadeten nicht. War dies ein Einzelfall?

In Erfurt gab es einst einen exponierten, weit links stehenden Gewerkschaftsführer, der unter jahrelangen Attacken psychisch zusammenbrach und seinen Job verlor. Wurde vielleicht mal angedeutet, dieser Verrückte könne eine Abreibung vertragen?

Steht der Komplex »NSU« jenseits des Terrortrios also nicht nur für den aus dem Ruder gelaufenen Versuch, die Szene »von oben« zu kontrollieren - sondern sie auch gelegentlich als inoffizielle Einheit gegen links einzusetzen?

Gewiss, gewiss: nichts als Geraune! Aber das erhebt sich nun mal unter Umständen wie diesen.



Quelle: ots/neues deutschland


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