Es gehe jetzt darum, "mit Wumms" aus der Krise zu kommen, so Olaf Scholz
Es gehe jetzt darum, "mit Wumms" aus der Krise zu kommen, so Olaf Scholz Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)
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So richtig glauben die Menschen in diesem Land nicht an den "Wumms", den das vergangene Woche von der Koalition beschlossene Konjunkturpaket bringen soll. Zumindest nicht an den "Wumms" im eigenen Geldbeutel. So gaben bei einer ersten Umfrage zwei Drittel an, dass sie trotz des Pakets nicht mehr Geld ausgeben und so auch nicht die Konjunktur anheizen wollen.

Kristin Brinker, eine Gegnerin von Fraktionschef Georg Pazderski, hat nach einer heftigen Sitzung der Abgeordneten nun sogar ihren Rücktritt erklärt.
Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

Rechter Intrigantenstadl

Schließlich werden viele angesichts der ungewissen beruflichen und finanziellen Zukunft eher weniger in Kauflaune sein. Wenn bis Ende Mai für fast zwölf Millionen Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet wurde, dann bedeutet dies, dass ein Großteil von ihnen mit weitaus weniger Geld als sonst auskommen muss. Mit den 300 Euro pro Kind werden die meisten Familien vermutlich nur das eine oder andere der vielen Finanzlöcher stopfen können, die die Coronakrise bei ihnen gerissen hat. Kinderlose gehen eh leer aus. Auch ist ungewiss, ob die Senkung der Mehrwertsteuer von den Geschäften an die Bevölkerung weitergegeben wird. Der Einzelhandel zickt bereits herum, dass die Absenkung ganz schwierig und teuer umzusetzen sei. Will heißen: Wirklich gewillt, etwas vom Kuchen abzugeben, ist man nicht.

Sonderlich viel werden die Beschäftigten also nicht abbekommen von den 130 Milliarden Euro, die die Bundesregierung verteilen will. Kein Wunder also, dass sie nicht an den "Wumms" glauben. Schließlich ist er nicht für sie gedacht, sondern allein für die Wirtschaft.

Quelle: ots/neues deutschland
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