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Ingrid Matthäus-Maier fordert die Abschaffung des kirchlichen Arbeitsrechtes. Im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Donnerstagausgabe) sagte die Sprecherin der Kampagne »Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz«: Ich frage mich, wie lange wollen die Kirchen noch gegen die Wand laufen, ehe sie das menschenrechtswidrige 'Kirchliche Arbeitsrecht' aufgeben? Das Kirchliche Arbeitsrecht diskriminiert über 1,3 Millionen Menschen in den Kirchen, Caritas und Diakonie. Ob Kirchenaustritt oder Nichteinstellung konfessionsfreier Menschen, bei der katholischen Kirche auch noch Homosexualität: Keinen Millimeter gibt die Kirche freiwillig auf." Auch nach dem aktuellen Urteil behalte sich die Kirche eine Verfassungsbeschwerde vor.

Bislang verfestigen die jüngsten Konjunkturindikatoren das Bild einer zweigeteilten deutschen Wirtschaft.
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Achterbahn Konjunktur

Die Kündigung eines Chefarztes durch ein katholisches Krankenhaus wegen seiner Scheidung und Wiederheirat ist unwirksam, hatte am Mittwoch das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschieden. Der katholische Arzt sei gegenüber seinen nicht katholischen Kollegen unzulässig benachteiligt worden. (Az. 2 AZR 746/14)

Die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete und frühere Sprecherin der KfW-Bank Matthäus-Maier fordert die vollständige Abschaffung des kirchlichen Arbeitsrechtes: "Es muss abgeschafft und Diakonie und Caritas endlich behandelt werden wie jeder andere Wohlfahrtsverband auch. Es ist ein Trauerspiel, dass sich die Politik dieses Unrecht über Jahrzehnte anschaut, ohne aktiv dagegen vorzugehen." Und das, obwohl die Kirchen enorme Mitgliederverluste hätten und die Konfessionsfreien schon jetzt über 37 Prozent der Bevölkerung ausmachten. "Es ist den Angestellten der Kirchen jedenfalls nicht zumutbar, sich einzeln durch die Instanzen zu klagen, um zu ihrem Recht zu kommen", so Matthäus-Maier.



Quelle: ots/neues deutschland
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