Sonntag, 29 Nov 2020
Sebastian Kurz im Gespräch mit Federica Mogherini
Sebastian Kurz im Gespräch mit Federica Mogherini Foto: Österreichisches Außenministerium / CC BY 2.0 (via Flickr)
 1 Minute Lesezeit  174 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Sebastian Kurz, Österreichs smarter Ex-Bundeskanzler, hat hoch gepokert, und er hat verloren. Zu lange hatte er über die Entgleisungen in den Reihen seines Koalitionspartners FPÖ hinweggesehen, deren Funktionäre immer wieder durch ihre skandalöse Bewunderung für die NS-Ideologie auffielen.

Armut behindert Migration, Armut verhindert Migration, Armut führt eher dazu, dass Menschen festsitzen."
Foto: Burak Aslan / CC0 (via Pixabay)

Pandemie und wachsende Armut bremsen Migration

Um an der Macht zu bleiben, drückte Kurz beide Augen ganz fest zu, bis ihm die Aufmerksamkeit für das Ibiza-Video keine andere Wahl mehr ließ, als sich von der FPÖ zu trennen. Nun hat ihn das Parlament in Wien gestürzt, und das hat er sich selbst zuzuschreiben.

Trotzdem hinterlässt seine Abwahl einen schalen Nachgeschmack. Offenbar, das legen jedenfalls die kräftigen Stimmengewinne der ÖVP bei der Europawahl nahe, sind die meisten Wähler gar nicht so unzufrieden mit Kurz. Man hätte ihn also bis zur Neuwahl im Herbst geschäftsführend im Amt lassen können. Dass sich die Sozialdemokraten in Wien jetzt ausgerechnet mit den gerade noch so scharf kritisierten Schmuddelkindern von der FPÖ verbünden, um den Kanzler vom Hof zu jagen, werden die Leute als das empfinden, was es ist: kleinkariertes Parteidenken.



Quelle: ots/Mittelbayerische Zeitung
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