#zeitfokus.

Dienstag, 07 Apr 2020
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 1 Minute Lesezeit  149 Worte im Text  vor 76 Tagen
Kriminologe Bliesener gegen Waffenschein für Bürgermeister. Der Kriminologe Thomas Bliesener hat sich gegen eine Ausstellung von Waffenscheinen für von Gewalttaten bedrohte Bürgermeister oder andere Mandatsträger ausgeprochen. "Waffenpräsenz führt eher zum Waffeneinsatz. Wir sollten eigentlich darauf hinzielen, Waffen weitestgehend zu verbannen", sagte Thomas Bliesener, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung Neue Westfälische (Donnerstagsausgabe). Bliesener wies zudem darauf hin, dass der Staat sein Gewaltmonopol aufgebe, wenn er Mandatsträgern erlaube, zum Ziel des Selbstschutzes einen Waffenschein zu bekommen. "Es ist ein fatales Signal, wenn wir durch die Ausstattung von Mandatsträgern mit Waffen zeigen, dass wir nicht in der Lage wären, den Schutz selber auszuüben." Er fügte hinzu: "Unser Staat hat Möglichkeiten, Personen zu schützen, auch wenn sie bedroht sind." Natürlich könne man nicht jeden Mandatsträger mit einer persönlichen Leibwache der Polizei ausstatten. Aber es ließen sich durchaus auch Schutzkonzepte in Kooperation mit Ordnern oder freiwilligen Kräften entwickeln, so der Kriminologe. Quelle: ots/Neue Westfälische

Der Kriminologe Thomas Bliesener hat sich gegen eine Ausstellung von Waffenscheinen für von Gewalttaten bedrohte Bürgermeister oder andere Mandatsträger ausgeprochen. "Waffenpräsenz führt eher zum Waffeneinsatz. Wir sollten eigentlich darauf hinzielen, Waffen weitestgehend zu verbannen", sagte Thomas Bliesener, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung Neue Westfälische (Donnerstagsausgabe).

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Bliesener wies zudem darauf hin, dass der Staat sein Gewaltmonopol aufgebe, wenn er Mandatsträgern erlaube, zum Ziel des Selbstschutzes einen Waffenschein zu bekommen. "Es ist ein fatales Signal, wenn wir durch die Ausstattung von Mandatsträgern mit Waffen zeigen, dass wir nicht in der Lage wären, den Schutz selber auszuüben." Er fügte hinzu: "Unser Staat hat Möglichkeiten, Personen zu schützen, auch wenn sie bedroht sind."

Natürlich könne man nicht jeden Mandatsträger mit einer persönlichen Leibwache der Polizei ausstatten. Aber es ließen sich durchaus auch Schutzkonzepte in Kooperation mit Ordnern oder freiwilligen Kräften entwickeln, so der Kriminologe.



Quelle: ots/Neue Westfälische
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