"Es wäre vielleicht schön, wenn Greta nicht alles so negativ sähe, sondern auch mal etwas Positives sagen würde. Manchmal ist es besser, eine Lösung anzubieten, als immer nur anzuprangern."
"Es wäre vielleicht schön, wenn Greta nicht alles so negativ sähe, sondern auch mal etwas Positives sagen würde. Manchmal ist es besser, eine Lösung anzubieten, als immer nur anzuprangern." Foto: Lëa-Kim Châteauneuf / CC-BY 4.0 (via Wikimedia Commons)
 2-3 Minuten Lesezeit  482 Worte im Text  vor 258 Tagen

Laura Dekker (24), niederländisch-neuseeländische Seglerin, die 2012 als jüngster Mensch aller Zeiten eine Solo-Weltumrundung abschloss, sieht die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg (17) mit Wohlwollen und Respekt, spart aber auch nicht an Kritik: "In erster Linie mag ich, wofür sie steht. Und ich mag, dass sie als junges Mädchen ein klares Ziel und eine klare Meinung hatte, die sie auch gut auf den Punkt brachte. Das finde ich toll", sagte Dekker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Auch das Spiel russischer Stellen mit der Identität des in Berlin verhafteten Mordverdächtigen, der mal gesucht, mal unbestraft freigelassen wurde, trug zu den Spekulationen über eine Tat im Staatsauftrag bei.
Foto: A.Savin / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Weitere Konsequenzen nach Auftragsmord

Sie wisse aber auch, "wie es ist, im Mittelpunkt der Medien zu stehen und dass jeder Mensch es so verdrehen kann, dass am Ende wieder etwas anderes herauskommt", fügte Dekker hinzu. "Sie hat ja ganz klein angefangen, und es kam wirklich aus ihrem Herzen. Aber dann hat es eine Wendung genommen - ganz viele andere Menschen wollen sie für ihre Zwecke einspannen, und das wäre auch für eine 30-Jährige wohl sehr, sehr schwer." Dabei würde Thunberg eine etwas positivere Sicht der Dinge gut zu Gesicht stehen: "Es wäre vielleicht schön, wenn Greta nicht alles so negativ sähe, sondern auch mal etwas Positives sagen würde. Manchmal ist es besser, eine Lösung anzubieten, als immer nur anzuprangern." Die 24-Jährige, die mittlerweile Mutter eines knapp zwei Jahre alten Sohnes ist, hat sich vom Vater des Kindes, einem deutschen Bootsbauer, wieder getrennt, wie sie in dem Gespräch bestätigte: "Wir sind schon ziemlich lange wieder auseinander."

Als "voll schwierig" bezeichnete die in Neuseeland lebende Dekker die Frage, unter welchen Voraussetzungen sie es ihrem Sohn erlauben würde, als 14-Jähriger mit dem Segelboot zu einer Solo-Weltumrundung aufzubrechen: "Ich möchte meinem Sohn genau das weitergeben, was mein Vater für mich getan hat. Ich möchte ihm vertrauen, damit er selbst lernt und Sachen macht, die er machen möchte. Das ist schwer, denn dafür muss man ihn gehen lassen und zugucken, wie er Fehler macht. Für mich ist wichtig, dass er Verantwortung übernimmt, dass er vorausschaut und Konsequenzen abschätzen kann. Dass er nachdenkt, bevor er etwas macht."

Festhalten will Dekker an ihren Plänen, noch in diesem Jahr mit einer Gruppe Jugendlicher über den Atlantik in die Karibik zu segeln, auch wenn sich das Vorhaben eines Schiffsneubaus zu diesem Zweck zerschlagen hat: "Eigentlich wollten wir in diesem Jahr anfangen, das Schiff zu bauen, aber wegen Corona hat das nicht mehr geklappt, weil die Sponsoren und die Werft erst einmal nicht wussten, wie es weitergehen soll. Aber wir haben jetzt ein gebrauchtes Schiff gefunden, das ich mir vor ein paar Jahren angeguckt hatte und das damals noch viel zu teuer war. Jetzt haben wir es für die Stiftung gekauft und wollen noch in diesem Jahr die ersten Segeltrips unternehmen. Eigentlich könnten wir im November starten, aber wegen Corona wissen wir natürlich nicht, wer überhaupt mit kann. Wir haben viele Kinder aus Amerika, aber die können wegen Corona ja zurzeit nirgendwo hin. Deswegen gucken wir jetzt auch mehr nach Europa."

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
#mehrGesellschaft
Man hätte das viel früher vorbereiten können und müssen", sagte Landsberg
Foto: Alfred Derks

Lockerungen für Geimpfte bundeseinheitlich regeln

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, drängt auf bundeseinheitliche Regelungen im Umgang mit Geimpften. "Die Aufhebung von Einschränkungen für bereits geimpfte...
Beim Netto-Vergleich liegen die Altersbezüge der freien Berufe aber noch immer 1,8-mal so hoch wie die durchschnittliche gesetzliche Rente.
Foto: pasja1000

Renten aus Versorgungswerken doppelt so hoch wie gesetzliche Renten

Die Altersrente der Versorgungswerke freier Berufe wie Ärzte, Apotheker, Notare oder Rechtsanwälte liegt mehr als doppelt so hoch wie die Altersrente gesetzlich Versicherter. Zahlten die...
Die Realität dagegen: Brandenburg und Sachsen gehören, was den Anteil der Erstgeimpften gegen Corona angeht, zu den Schlusslichtern in Deutschland.
Foto: WorldInMyEyes

Das dauert noch

Geimpfte können trotz Corona-Beschränkungen wieder mehr Freiheit genießen: Einkaufen oder Essen gehen zum Beispiel oder einen Kurzurlaub antreten. Das ist die Verheißung. Die Realität dagegen:...
Back To Top