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"Nach uns die Sintflut" ist eine alte Regierungsmaxime

München (ots) - Bereits 1922 erklärte Ludwig von Mises, die Planwirtschaft ist nicht überlebensfähig und der auf ihr fußende Sozialismus muss daher immer scheitern. Kapitalgüter werden durch Produktion verbraucht. Dies gilt sowohl für das umlaufende als auch für das feststehende Kapital. Entsprechend müssen die für die Produktion Verantwortlichen immer wieder Maßnahmen ergreifen, das verbrauchte Kapital zu erneuern, denn "von selbst reproduziert sich das Kapital nicht."

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„Danby-deluge“ von Francis Danby
„Danby-deluge“ von Francis Danby

München (ots) - Bereits 1922 erklärte Ludwig von Mises, die Planwirtschaft ist nicht überlebensfähig und der auf ihr fußende Sozialismus muss daher immer scheitern. Kapitalgüter werden durch Produktion verbraucht. Dies gilt sowohl für das umlaufende als auch für das feststehende Kapital. Entsprechend müssen die für die Produktion Verantwortlichen immer wieder Maßnahmen ergreifen, das verbrauchte Kapital zu erneuern, denn "von selbst reproduziert sich das Kapital nicht."

Aber Kapitalerhalt und -mehrung verursacht Kosten. Man muss in der Gegenwart auf (erhöhten) Konsum verzichten, um in der Zukunft mehr bzw. insgesamt länger konsumieren zu können. In der Privatwirtschaft müssen diese Kosten von den Kapitalhaltern sowie jenen, die es werden wollen, aufgebracht werden. Dass sich für sie das Sparen bezahlt macht, ist ein ausreichender Ansporn eben hierfür, insbesondere wenn die augenblicklichen Bedürfnisse hinreichend befriedigt sind.

In einer staatlich gelenkten Wirtschaft hingegen werden die Kosten des Kapitalerhalts von allen getragen, ebenso kommen die späteren Gewinne allen zu gute. Damit aber entfällt ein ganz entscheidender Ansporn für den Erhalt und die Mehrung des Kapitals. Zudem haben sowohl Regierung als auch Opposition einer solchen Staatswirtschaft ein Interesse daran, immer mehr Mittel für den augenblicklichen Bedarf bereitzustellen. Die einen, weil sie sich länger an der Macht halten wollen, die anderen, weil sie schnell an die Macht kommen wollen. Gemäß der alten Regierungsmaxime: "Nach uns die Sintflut" wird so auch der die Produktion ermöglichende Kapitalstock verzehrt, bis die Produktion schließlich vollständig zum Erliegen kommt.

"Mises macht hier das Kernproblem allen staatlichen Wirtschaftens deutlich", betont Andreas Marquart, Vorstand des Ludwig von Mises Instituts. "Es gibt keinerlei Anreize, den Kapitalstock dauerhaft zu erhalten, geschweige denn zu mehren. In der Folge entspricht das Endergebnis einer solchen Gemeinwirtschaft immer dem der sprichwörtlich abgeweideten Allmende."

"Nach uns die Sintflut" http://www.misesde.org/?p=11022



Quelle: Ludwig von Mises Institut



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