Donald Trump und Barack Obama
Donald Trump und Barack Obama Foto: U.S. Air Force Staff Sgt. Marianique Santos / Public Domain (via Wikimedia Commons)
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Die Sozialdemokratie ist nach Ansicht des Soziologen und Globalisierungskritikers Walden Bello mitverantwortlich für den Erfolg der Rechten. "Die Sozialdemokraten haben aktiv die Anwendung neoliberaler Politik gefördert. Damit wurde deutlich, dass die traditionellen Beschützer der Interessen der Arbeiterklasse eben diesen Schutz nun aufgegeben haben", sagte Bello der Tageszeitung "neues deutschland" (Wochenendausgabe). Der Erfolg rechter Politiker wie Trump, Bolsonaro, Salvini und Modi haben darin seine Grundlage. "Die extreme Rechte hat es geschafft, traditionelle Bedürfnisse der Arbeiterklasse anzusprechen und in eine rechte Richtung zu drehen", sagte der Soziologe, der 2003 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Björn Höcke
Foto: Vincent Eisfeld / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Die Grenze der Toleranz

Ausgerechnet Politiker wie US-Präsident Donald Trump hätten nun mit klassisch neoliberaler Politik gebrochen. Trump sei an die Macht gekommen, "weil er exakt in vier von Deindustrialisierung betroffenen Schlüsselstaaten das Wahlvolk hinter sich gebracht hat: Michigan, Pennsylvania, Wisconsin und Ohio. Die weiße Arbeiterklasse hat dort für Trump gestimmt. Sie wusste, dass mit Hillary Clinton die Trans-Pazifik-Partnerschaft (TPP) kommen würde und mit Trump nicht. Insofern war Obamas Politik mitverantwortlich für den Aufstieg von Trump."

Bello sieht Kräfte, die dem Aufstieg der Rechten entgegenwirken können: "Die Frauenbewegung und die Umweltbewegung sind da in erster Linie zu nennen. Die Frauenbewegung kann womöglich am ehesten den rechten Aufschwung stoppen, sie ist derzeit sehr dynamisch", sagte der philippinische Globalisierungskritiker, der eine neue linke Erzählung anmahnt: "Die Menschen bei den Emotionen zu packen, darin war und ist die äußere Rechte zuletzt leider oft erfolgreicher gewesen. Ich glaube, dass wir das auch schaffen können, ohne demagogisch oder anti-rational zu werden."



Quelle: ots/neues deutschland
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