#zeitfokus.

Dienstag, 26 Mai 2020
Putin in Sewastopol, Krim
Putin in Sewastopol, Krim Bild: Kremlin.ru / CC BY-SA 4.0 via Wikipedia
 1-2 Minuten Lesezeit  236 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Wladimir Putin ist für den Westen spätestens seit der Krim-Annexion 2014 ein Paria, ein Ausgestoßener, der nicht mehr dazugehört, wenn sich die Mächtigsten der Welt treffen.

Deutsche Börse Frankfurt
Foto: Bankenverband / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)

Volkswirte wollen mehr Hilfen für die Wirtschaft

Der russische Präsident musste sich bei seinem Gegenprogramm mit einem Besuch im abgewirtschafteten Griechenland begnügen. Man sollte in Politikerseelen zwar nicht zu viel hineinpsychologisieren. Aber wenn nicht alles täuscht, dann schmerzt Putin die weltpolitische Außenseiterrolle mehr als alle wirtschaftlichen Sanktionen, die der Westen verhängt hat. Dies ist der Schlüssel zum Verständnis der russischen Außenpolitik im Allgemeinen und der russischen Syrienpolitik im Besonderen.

Man mag das im Westen nicht recht verstehen, aber man sollte es als Tatsache in das eigene politische Denken einbeziehen: Russland ist seit dem Zerfall des Sowjetimperiums eine zutiefst gekränkte Nation - und Präsident Putin personifiziert diesen verletzten Stolz wie kein Zweiter. Es geht Putin in Syrien - und in der Ukraine - um eine besondere Spielart der imperialen Politik, für die es im Russischen sogar ein eigenes, schwer übersetzbares Wort gibt: Derschawnitschestwo, was so viel heißt wie Großmachterei. Es handelt sich dabei um ein Großmachtstreben um des Großmachtseins willen. Alles, was daraus folgt, ist eine Zugabe: die mögliche Destabilisierung der EU durch den Flüchtlingsstrom ebenso wie die Abwehr islamistischer Terroristen.

Und die Moral von der Geschichte? Mit dem üblichen Verständnis von Außenpolitik als Interessenpolitik wird der Westen im Fall Russland scheitern. Es wird deshalb Zeit für neue Politikansätze - spätestens nach der Präsidentenwahl in den USA.



Quelle: ots/Mittelbayerische Zeitung


#mehrGesellschaft
Die Mehrheit der Bundesbürger vertraut demnach der Bundesregierung in der Krise.
Foto: Tumisu (via Pixabay)

88 Prozent der Bürger sind in der Krise optimistisch

88 Prozent der Bürger bleiben in der Corona-Krise optimistisch und gehen davon aus, "dass alles gut wird". Jeder Zehnte hat allerdings noch Angst vor der Zukunft. Das geht aus dem aktuellen...
Lediglich 36,7 Prozent aller Praxisstandorte weisen wenigstens ein entsprechendes Merkmal zur Barrierefreiheit auf.
Foto: Gerd Altmann

Nur jede dritte Arztpraxis für Patienten mit Behinderung geeignet

Patienten mit Behinderungen haben in den meisten deutschen Arztpraxen das Nachsehen, weil die Einrichtungen nicht barrierefrei sind. Nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" (Freitag-Ausgabe)...
Viele Lehrer haben echte Ängste, die ernst genommen und korrekt adressiert werden müssen.
Foto: Maximilian Scheffler

Akademie-Chef will Corona-Atteste für Lehrer nur noch vom Betriebsarzt

Wegen der Vielzahl der Lehrer, die sich wegen der Corona-Pandemie durch ihren Hausarzt vom Präsenzunterricht befreien lassen, hat die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ)...
Nach massiven Corona-Ausbrüchen unter Arbeitern hat das Bundeskabinett schärfere Auflagen für die Fleischindustrie beschlossen.
Foto: Jai79 / CC0 de (via Pixabay)

Gnadenlose Ausbeutung von Arbeitern in der Fleischindustrie beenden

Die Linken im Bundestag fordern schärfere Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie über die Beschlüsse der Bundesregierung hinaus. Fraktionschef Dietmar Bartsch...
Die Bundesländer müssen endlich gemeinsame Standards festlegen, der Föderalismus macht oft träge.
Foto: BMVI.de / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)

Corona hat Bildungslandschaft "unvorbereitet" getroffen

Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) hat die Kultusminister für Defizite beim Online-Unterricht während der Schulschließungen verantwortlich gemacht. "Vor Corona gab es auch seitens der...
Fakt ist, dass der Einsatz von Politik, Gewerkschaften und nicht zuletzt engagierten Bürgern in den vergangenen Jahren zu Verbesserungen geführt hat - oft im Dialog mit den Unternehmen.
Foto: Jai79 / CC0 (via Pixabay)

Kommentar zu Werkvertragsarbeitern

Natürlich mögen die Lebensumstände vieler ausländischer Werkvertragsarbeiter hierzulande beklagenswert sein. Und natürlich wäre es wünschenswert, wenn das System der über Subunternehmen angeheuerten...
Die Strategie des Lockdowns für alle Kinder muss beendet und durch das Aufdecken von Infektionsketten und deren konsequente Nachverfolgung ersetzt werden
Foto: Alicja / CC0 de (via Pixabay)

Kindermedizinische Dachorganisation legt Konzept für "kontrollierte" Kitaöffnungen vor

Vor der Familienministerkonferenz an diesem Mittwoch hat sich die kindermedizinische Dachorganisation DAKJ in die Debatte über Kitas in der Corona-Krise eingeschaltet. "Wir plädieren eindrücklich...
Back To Top