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Dieser Moment der Euphorie am 9. November 1989 trägt auch 30 Jahre später noch. Es ist ein glücklicher Tag der deutschen Geschichte. Wohl wahr, nicht überall blühen die Landschaften - das gilt für West und Ost. Auch beschleicht einen der Verdacht, dass die Deutschen mental in der Einheit schon einmal weiter waren als heute. Mit dem Erstarken einer radikalen AfD im Osten haben auch die gegenseitigen Schuldzuweisungen und Vorurteile wieder zugenommen. Abgehängt fühlt sich, wer ständig so bezeichnet wird. Jetzt erst recht, sagen diejenigen, die für ihr Wahlverhalten gescholten werden. Wann sind wir an der Reihe?, fragen jene, die immer nur Westdeutsche als Vorgesetzte haben. Und umgekehrt: Der Wohlstand und die stabile liberale Demokratie im Westen sind nicht vom Himmel gefallen - sie wurden hart erarbeitet.

ThyssenKrupp Quartier in Essen
Foto: Armin von Preetzmann / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Geduldsprobe: Thyssenkrupp

Nach 30 Jahren Mauerfall ist es an der Zeit, die in den Köpfen nachgewachsene Mauer abzureißen. Es ist an der Zeit, die Freiheit eines wiedervereinigten Deutschland als großen Schatz zu würdigen. Die Freiheit ist Herausforderung, aber keine Last. Es stünde Deutschland auch gut an, weniger Nabelschau zu betreiben. 1989 war der Beginn einer neuen Ära: der Kalte Krieg beendet und die Hoffnung gesät, dass sich nicht nur in Osteuropa, sondern auch in Afrika und im arabischen Raum Freiheit und Demokratie ausbreiten werden. Manch einer sprach schon vom Ende der Geschichte.

Doch leider blieb die globale Demokratiebewegung stecken. In Osteuropa gibt es in einigen Ländern gar eine Rückkehr zu autoritären Strukturen. Selbst die alten Demokratien westlicher Prägung sind nicht immun gegen Populisten und autoritäre Menschenfänger. Umso wichtiger ist es, dass Deutschland sich seiner historischen Gunst der friedlichen Wiedervereinigung bewusst bleibt und sich ihrer würdig zeigt.



Quelle: ots/Rheinische Post
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