Dienstag, 22 Sep 2020
Foto: Engin Akyurt / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  262 Worte im Text  vor 329 Tagen

Jeder, der schon einmal im Vorraum eines Operationssaals lag und darauf wartete, dass ihm der Anästhesist das Narkosemittel in die Vene drückt, kennt das Gefühl: Beklemmung und mitunter Angst machen sich breit. Man hofft, dass der Eingriff gut verlaufen wird und legt all sein Vertrauen in das OP-Team. Nur wenige Patienten werden sich im Vorfeld des Eingriffs darüber informiert haben, wie erfahren die Operateure sind - also wie oft sie diesen Eingriff im Jahr vornehmen. Doch derlei Fallzahlen sind ein wichtiges Kriterium für die Wahl des richtigen Arztes.

Friedrich Merz
Foto: Bundesverband deutscher Banken / CC BY 2.0 (via Flickr)

Werteunion will Merz als Kanzlerkandidaten

Ein Indikator sind hier zum Beispiel die Mindestmengen. Sie gibt es seit 2004 für Eingriffe beziehungsweise Behandlungen, die besonders schwierig sind. Ärzte müssen hier eine bestimmte Fallzahl an Operationen vorweisen können, um die Eingriffe überhaupt durchführen zu dürfen. Es ist erwiesen, dass erfahrene Ärzte sicherer und damit auch besser operieren als unerfahrene. Die Mindestmengen sind damit ein wichtiges Hilfsmittel für Patienten.

Leider gibt es bisher nur für sieben Bereiche Mindestmengen. Das ist zu wenig. Hinzu kommt, dass die vorhandenen Mindestmengen viel zu niedrig angesetzt sind. In Dänemark und auch den Niederlanden liegen die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestfallzahlen für schwierige Operationen deutlich höher. Dies hat dort zur Folge, dass sich die Kliniken spezialisieren. Genau das will man in Deutschland eigentlich auch, nur fehlt der Mut, den Mindestmengenkatalog deutlich zu erweitern, beziehungsweise die Fallzahlen nach oben anzupassen. Denn das würde eben auch bedeuten, dass viele Kliniken nicht mehr alle Operationen durchführen dürften. Das ist aber der richtige Weg. Schwierige, planbare Operationen sollten nur dort gemacht werden dürfen, wo die Expertise auch hoch ist.



Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrGesellschaft
"Es wäre vielleicht schön, wenn Greta nicht alles so negativ sähe, sondern auch mal etwas Positives sagen würde. Manchmal ist es besser, eine Lösung anzubieten, als immer nur anzuprangern."
Foto: Lëa-Kim Châteauneuf / CC-BY 4.0 (via Wikimedia Commons)

Lob und Tadel für Greta Thunberg

Laura Dekker (24), niederländisch-neuseeländische Seglerin, die 2012 als jüngster Mensch aller Zeiten eine Solo-Weltumrundung abschloss, sieht die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg (17)...
Der sonst so nüchternen Kanzlerin war der Kragen geplatzt wegen der Sturköpfigkeit manch eines Landesoberhaupts.
Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Pandemie-Regeln: Mehr Einheitlichkeit ist gefragt

Rückblick auf den Frühsommer: Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder trafen sich im Zwei-Wochen-Rhythmus, um im Kampf gegen Corona eine gemeinsame Linie zu finden. Doch Gemeinsamkeit war oft mehr...
Angela Merkels Kanzlerschaft ist nach 15 Jahren so ungefährdet wie nie.
Foto: EU2017EE Estonian Presidency / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Merkels selbstbefreites Regieren

Angela Merkel würde es wieder so machen. Sie würde, wie sie deutlich macht, auch heute nicht die Grenzen schließen, wenn Zehntausende Flüchtlinge davor stünden. Für die Kanzlerin bleibt es eine...
Über 20 Jahre an der Macht. Vladimir Putin und Alexander Lukashenko
Foto: Kremlin.ru / CC-BY 4.0 (via Wikimedia Commons)

Eine Frage der Zeit

Die Zeit läuft. Vielleicht läuft sie auch ab - für einen Autokraten. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat einen beeindruckenden Gegner: sein eigenes Volk, das nach dem mutmaßlich...
Back To Top