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"Niemand denkt an die Folgen - es geht ausschließlich darum, innenpolitische Punkte zu sammeln", stellt der Publizist Jeffrey Tucker angesichts der neuen US-Sanktionen gegen Russland, die der Kongress jüngst beschlossen hat, fest.

Wer die Verantwortung für die Aussendung der Mitteilung an die Schulen ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt trägt, ist bisher unklar.
Foto: Tony Webster / CC BY 2.0 (via Flickr)

Schulanweisung mit fatalen Folgen

Tatsächlich werden die Sanktionen ihren offiziellen Zweck - die russische Regierung zu bestrafen - nicht erfüllen. Davon zeigt sich Tucker überzeugt. Denn abgesehen von dem Umstand, dass der Öffentlichkeit bisher kein einziger Beweis zu den entsprechenden Vorwürfen präsentiert wurde, wird sich Waldimir Putin sicherlich nicht aufgrund der nun beschlossenen Sanktionen entschuldigen und sein Verhalten künftig ändern. Vielmehr zeigt die Geschichte, dass Sanktionen in der Regel eine "gescheiterte Strategie" sind - Kuba, Nordkorea oder der Iran sind beste Beispiele hierfür. Wirklich treffen werden die Sanktionen schließlich primär die russischen Bürger. Menschen aber neigen dazu, ihr Land und ihr Volk zu lieben. In der Folge führen Sanktionen eher dazu, dass sich die Wut des Volkes nicht gegen die Herrschenden richtet, sondern gegen jene, welche die Sanktionen erlassen haben. In anderen Worten: Sanktionen führen eher zur Stabilisierung des jeweiligen Regimes, liefern sie doch den perfekten Sündenbock für herrschende Missstände.

Ein weiterer wichtiger Punkt wird zumeist übersehen: Die Sanktionen schaden den eigenen Bürgern und Unternehmen ebenfalls. Wer in den USA justiziabel ist, muss plötzlich auf Grund der Sanktionen damit rechnen, in das Visier der Behörden zu geraten. Egal, ob es sich um eine Geschäftsbeziehung zum Zielland handelt oder einfach nur um den falschen Aufenthaltsort - der staatliche Zwang richtet sich gegen völlig Unschuldige und oftmals völlig Unbeteiligte. "Die staatliche Macht über Händler und Geschäftsleute nimmt zu, und das Wachstum des Welthandels - der beste Weg zu weltweitem Wohlstand und Frieden - wird wieder einmal gebremst. Die Freiheit aller Menschen wird reduziert", konstatiert Tucker.

"In der Tat sind die Sanktionen schädlich und gefährlich. Sogar Unternehmen und Bürger, die weder US-amerikanisch noch russisch sind, können nun davon betroffen sein", fügt Prof. Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig von Mises Instituts an. "Sanktionen führen nur in eine Spirale gegenseitiger Abneigung, an deren Ende bestenfalls Wohlstands- und Freiheitsverluste und schlimmstenfalls Kriege stehen. Der einzige, langfristig erfolgversprechende Weg ist Wandel durch Handel. Hierfür bedarf es übrigens keines Staates - der freiwillige Austausch von Gütern und Informationen zwischen den jeweiligen Bürgern und Unternehmen ist völlig ausreichend."

Die US-Sanktionen gegen Russland machen auch deutlich, weshalb kleine Staaten die besseren Staaten sind. Sie wollen niemanden unterwerfen oder Machtspiele spielen, sondern streben danach, in Frieden und Freiheit miteinander zu kooperieren und zu konkurrieren.



Quelle: Ludwig von Mises Institut


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