Foto: A.Savin / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
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Es liegt in der Logik des Begriffes, dass ein Immobilien-Investor vor allem eines hat: Interesse an Immobilien. Insofern ist das absehbare Ende der Hängepartie beim Verkauf der SB-Warenhauskette Real eine gute Nachricht für das Käufer-Konsortium, das Warenhäuser in meist guten Lagen kauft. Und für die Real-Muttergesellschaft Metro. Sie kann endlich einen Schlussstrich unter das Kapitel Real ziehen und sich auf das konzentrieren, was das Unternehmen einst groß gemacht hat: den Großhandel mit seinen neuen Erscheinungsformen und Aufgaben.

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Womöglich steigt danach in den Augen potenzieller Investoren endlich die Attraktivität eines Konzerns, für den Real seit Jahren ein Mühlstein um den Hals ist und bei dem die Eigentümer seit Langem eine Wertsteigerung fordern. Der Verkauf verringert zumindest vorübergehend auch den Druck auf die Konzernspitze.

Für die Real-Beschäftigten ist die Unsicherheit dagegen noch lange nicht vorbei. So mancher Mitarbeiter wird relativ schnell seinen Job verlieren, weil rund jede sechste Niederlassung schon jetzt vor dem Aus steht. Andere werden einen neuen Arbeitgeber finden bei Konzernen, die einzelne Filialen oder Filialpakete übernehmen. Für wie lange, weiß niemand. Denn die Erfahrung lehrt: Käufer wollen nur schöne Stücke, den Rest nehmen sie in Kauf, aber auch das nur vorübergehend.

Real ist ein weiteres Stück deutscher Handelsgeschichte, das seinem Ende entgegengeht. Auch der Markenname hat nur noch eine begrenzte Halbwertzeit. Kein Edeka oder Kaufland wird sich auf Dauer mit dem Namen Real schmücken wollen. Der traurige Schlussakt einer Tragödie, bei der wie so oft die Belegschaft der große Verlierer ist und für Management-Fehler der Vergangenheit büßt.



Quelle: ots/Rheinische Post
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