Foto: Laura Nickel
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Am kommenden Samstag den 3. Oktober um 19.45 Uhr feiert Hugo von Hofmannsthals »Elektra« Premiere am Deutschen Theater Göttingen.

Wer keine Notbetreuung im Hort oder Großeltern in der Hinterhand hat und womöglich im Homeoffice arbeiten muss, für den bleibt das Familienleben eine tägliche Herausforderung.

Eltern brauchen Entlastung

Für die Produktion »Elektra« wurde ein erfahrener Theatermann engagiert: Ben Baur gibt mit der Premiere sein Debüt als Schauspielregisseur. Von Haus aus ist er Bühnenbildner und als solches seit 2007 freischaffend für das Musiktheater und das Schauspiel unterwegs u.a. am Maxim Gorki Theater und am Deutschen Theater in Berlin, an den Staatstheatern in Saarbrücken und Kassel, an den Schauspielhäusern in Bochum und Frankfurt, am Burgtheater Wien, an der Staatsoper Stuttgart, das Royal Opera House Covent Garden in London, am Aalto in Essen und an den Opernhäusern Zürich und Amsterdam.

Viel Lob und eine Nominierung für den Faustpreis 2012 holte er sich für sein Bühnenbild der Händeloper »Alcina« in der Regie von Jan Philipp Gloger an der Semperoper Dresden. Auch wurde diese Arbeit in der Kritikerumfrage 2012 der Fachzeitschrift Opernwelt mehrmals als Bühnenbild des Jahres nominiert. Im Herbst 2014 hatte Ben Baur seine erste eigene Regiearbeit mit Donizettis »Lucia di Lammermoor« am Staatstheater Saarbrücken. Und schließlich gibt er nun mit »Elektra« sein Regiedebüt im Schauspiel am Deutschen Theater Göttingen. Katharina Uhland wird in der Titelrolle zu sehen sein.

Seit zehn Jahren sitzt Elektra im Hof des Herrscherhauses und sinnt auf Rache für ihren von der Mutter und deren Geliebten ermordeten Vater. Ihre Figur wird von Hofmannsthal in seiner Bearbeitung des griechischen Stoffes, anders als bei Sophokles oder Euripides, ins Zentrum des Dramas gerückt. Elektra sitzt in einem klaustrophobischen und atmosphärisch dichten Raum und überlässt sich ihren Vergeltungsphantasien. Stimmen, Gedanken, Alptraumbildern gleich erscheinen ihre Angehörigen. In phantastischen Bildern drängen sie die Schwester, die Tochter Elektra, ihrem Vorhaben abzuschwören und ihrem Kopfgefängnis zu entfliehen. Ein Sog entsteht, in dessen Zentrum Katharina Uhland als Elektra mal zerbrechlich, mal ungeheuerlich mit ihrem Schicksal ringt.

Weitere Termine: Fr, 9. Oktober | Fr, 16. Oktober | Fr, 23. Oktober jeweils 19.45 Uhr

Karten und Infos unter 0551.49 69-11 / www.dt-goettingen.de

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