Foto Thomas M. Jauk
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»Parzival« Lucas Bärfuss nach dem Versroman von Wolfram von Eschenbach - Premiere 24. Januar 2015, 19.45 Uhr, Deutsches Theater Göttingen.

Die erste Teillieferung über 200.000 FFP2-Masken kam jedoch nie an.
Foto: Engin Akyurt

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Nichtwissen ist besser als Wissen – es bewahrt vor den Gefahren der Welt. So denkt die Mutter von Parzival und zieht ihn in der Wildnis auf. Doch hilft alles Vorenthalten nichts. Der Junge will ein Ritter werden. Seine Reise beginnt. Der nassforsche Naseweis von Nirgendwo, der jedem, dem er begegnet, die dümmsten Fragen stellt, erreicht den Hof von König Artus. Die Ritter der Tafelrunde lachen ihn aus. Er zieht weiter und wird zum Mörder. Bei einem weisen Mann, lernt er, nicht unablässig Fragen zu stellen. Eine Königin lässt ihn die Liebe erfahren und schließlich findet er, was man nicht suchen kann: Auf der Gralsburg wartet König Anfortas auf die Erlösungsfrage. Die aber kommt dem schlichten Menschen, der nichts weiß von der Wirkung des Mitgefühls, nicht über die Lippen. Die Burg verschwindet, er wird verflucht. Verzweifelt irrt er weiter durch die Welt und erfährt, er habe nicht die eine, die alles entscheidende Frage gestellt. Erst als er ist, was er war, taucht die Burg wieder auf. Diesmal weiß er mehr.

Mit seiner Bearbeitung des »Parzival« hat Lukas Bärfuss ein gleichsam tragisches, berührendes sowie komisches Stationendrama geschrieben.

Informationen:

Regie
Brit Bartkowiak
Bühne
Nikolaus Frinke
Kostüme
Carolin Schogs
Musik
Thies Mynther
Dramaturgie
Philip Hagmann mit Bardo Böhlefeld, Vanessa Czapla, Gaby Dey, Elisabeth Hoppe, Benedikt Kauff, Rebecca Klingenberg, Frederik Schmid, Gerd Zinck

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