Samstag, 05 Dez 2020
Foto: Isabel Winarsch
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Erich Sidler hat Kleists Erzählung mit der Schauspielerin Monika Lennartz am Maxim Gorki Theater, Berlin erarbeitet. Nun wird »Das Erdbeben in Chili« am Dienstag, den 26. Mai um 19.45 Uhr zum letzten Mal im Deutschen Theater Göttingen präsentiert.

Über 20 Jahre an der Macht. Vladimir Putin und Alexander Lukashenko
Foto: Kremlin.ru / CC-BY 4.0 (via Wikimedia Commons)

Eine Frage der Zeit

Wie mit einer Taschenlampe ergründet Monika Lennartz Kleists Sprache und beleuchtet so einen Erinnerungsraum, der durch das Erzählen Kontur annimmt, zur Wirklichkeit wird. Der puristische und gleichzeitig theatralische Vorgang des Erzählens ist der Rückzug zum Anfang: Ein Mensch erzählt eine Geschichte.

Der paradiesische Zustand währt auf Erden nicht ewig. Der Hauslehrer Jeronimo und seine Schülerin Josephe lieben sich. Josephes Vater meint, das Verhältnis unterbinden zu können, indem er seine Tochter in ein Kloster gibt, doch sogar Klostermauern können die Liebenden nicht davon abhalten, ein Kind zu zeugen. Als Sünderin wird Josephe zum Tode und Jeronimo zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Am Tage der Hinrichtung entschließt sich Jeronimo, der nun keinen Sinn mehr in seinem Leben sieht, aus der Welt zu gehen und just in dem Augenblick, in dem er sich erhängen will, erschüttert ein heftiges Erdbeben die Stadt. Der Zufall verpflichtet ihn zum Weiterleben: Die Wand, an der er den Strick befestigen will, stürzt ein und ihm bietet sich die Möglichkeit zur Flucht. Während die gesamte Stadt zerfällt und Straßen sich öffnen, ist Jeronimo verzweifelt auf der Suche nach Josephe. Ein weiterer Zufall führt die Liebenden in einem elysischen Tal wieder zusammen.

Karten und Infos unter 0551.49 69-11 / www.dt-goettingen.de

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