Foto: Thomas Müller
 1 Minute Lesezeit  173 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Das Erstlingswerk »Zerbombt« der britischen Dramatikerin Sarah Kane das am Deutschen Theater Göttingen in Katharina Ramsers Regie seit Mitte November zu sehen war, wird am Mittwoch, den 11. März zum letzten Mal präsentiert.

Friedrich Merz
Foto: Bankenverband / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)

Eine Folge tiefer Spaltung

Zum letzten Mal um 19.45 Uhr | DT – 1

Andrea Strube, Benjamin Krüger, und Gabriel Raab stehen auf der Bühne: In einem luxuriösen Hotelzimmer treffen sich Ian und Cate, ein ehemaliges Liebespaar, das sich über die Jahre entfremdet hat, wieder. Was als klassisches Beziehungsdrama beginnt, »zerbombt« Kane schonungslos: Die Suche ihrer Figuren nach Halt und Nähe mündet in Vergewaltigung. Der sexuelle Übergriff zieht einen plötzlichen Kriegsausbruch nach sich. Das Hotelzimmer wird durch eine Explosion zerstört, Ian durch einen Soldaten geblendet. Am Ende bleiben ihm und Cate nur das nackte Überleben und der anhaltende Winterregen.

Der Autorin Sarah Kane gelingt der Spagat, eine Sprache für die Auswüchse emotionaler Verrohung und menschlicher Grausamkeit zu finden und ihren Figuren, trotz der Brutalität und Drastik ihrer Bilder, mit extremer Zärtlichkeit zu begegnen.

Karten und Infos unter 0551.49 69-11 / www.dt-goettingen.de

#mehrMagazin
Der Coradia iLint ist weltweit der erste Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben wird, die elektrische Energie für den Antrieb erzeugt.
Foto: Erich Westendarp

Nachhaltige Wasserstoffinfrastruktur gelingt nur mit Ausbau der Erneuerbaren

Der Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland kann nach Auffassung von EWE-Chef Stefan Dohler nur gelingen, wenn gleichzeitig Erneuerbare ausgebaut werden. Das sagte Dohler...
Back To Top