Samstag, 05 Dez 2020
Max Liebermann: Frau mit Kind von hinten
Max Liebermann: Frau mit Kind von hinten Foto: Staatsanwaltschaft Augsburg / Gemeinfrei via Wikimedia
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Knapp 100 Bilder aus der umstrittenen Kunstsammlung Cornelius Gurlitts sind bislang eindeutig als Raubkunst identifiziert. Diesen Zwischenstand hat das Experten-Team des Projektes Provenienzrecherche Gurlitt am Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg vor einigen Tagen bekannt gegeben. Doch auch nach gut zweieinhalb Jahren bleiben wichtige Fragen ungeklärt.

Es gibt an den allgemeinbildenden Schulen bundesweit etwa 10,91 Millionen Schülerinnen und Schüler. Dazu rund 780 000 Lehrerinnen und Lehrer.
Foto: Taylor Wilcox

Deutsche Schulen müssen geschlossen werden

Die Bilder stammen aus dem Besitz des Vaters von Cornelius Gurlitt. Als Kunsthändler verkaufte Hildebrand Gurlitt "entartete Kunst" im Auftrag Hitlers ins Ausland. Dabei baute er sich auch eine eigene Sammlung auf. Etliche Werke stehen im Verdacht, jüdischen Sammlern gestohlen oder abgepresst worden zu sein. Doch noch immer ist die Herkunft vieler Werke nicht abschließend geklärt. Wie groß ist der Anteil an Raubkunst insgesamt? Was wird mit der Sammlung Gurlitt letztendlich geschehen? Als Cornelius Gurlitt im Alter von 82 Jahren starb, vermachte er seine Bilder dem Kunstmuseum Bern. Ob das Museum sie jemals ausstellen können wird, ist jedoch ungewiss. Eine Cousine Gurlitts zweifelt nämlich dessen Testierfähigkeit an und beansprucht das Erbe für sich. Wie dieser Rechtsstreit ausgehen wird, ist ebenfalls noch offen.

Im Gespräch mit Claudio Campagna erläutert die Kunsthistorikern Meike Hoffmann die Hintergründe zum Schwabinger Kunstfund. Die Expertin für Provenienzforschung spricht über ihre Rolle bei der Aufarbeitung des Falles Gurlitt, über dessen Bedeutung und bislang wenig bekannte Entdeckungen in der Sammlung mit mehr als 1.500 Werken (vorwiegend) der Klassischen Moderne.

Meike Hoffmann ist Projektkoordinatorin an der Forschungsstelle "Entartete Kunst" der Freien Universität Berlin. Gemeinsam mit der Journalistin Nicola Kuhn hat sie das Buch geschrieben: "Hitlers Kunsthändler. Hildebrand Gurlitt 1895-1956. Die Biographie". Als Gutachterin war sie eine der ersten, die die verschollen geglaubten Werke aus der Sammlung Gurlitt zu Gesicht bekamen. Sie war Mitglied der Taskforce Schwabinger Kunstfund und ist auch am Folgeprojekt Provenienzrecherche Gurlitt beteiligt.



Quelle: NDR


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