Mehrheit der Deutschen lehnt Bezahlung per Smartphone ab

Foto: Marius Berthelsen / CC0 via Pixabay

Lifestyle
Typographie
  • kleiner klein Standard groß größer
  • Standard Helvetica Segoe Georgia Times

Deutsche Verbraucher bleiben skeptisch, wenn es um mobiles Bezahlen geht. So wollen 66 % der Deutschen auch in Zukunft auf ihr Smartphone an der Kasse verzichten. Das ist eine der Erkenntnisse aus einer repräsentativen Befragung der ING-DiBa, bei der Konsumenten in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA zum Thema Mobile Banking und zu ihren Zahlungsgewohnheiten befragt wurden.

Bargeld weiterhin beliebtes Zahlungsmittel

Lediglich 31 % der hierzulande Befragten gaben an, dass ihre Bargeldnutzung in den vergangenen zwölf Monaten abgenommen hat. Einen niedrigeren Wert gab es mit 28 % nur in Österreich. Zum Vergleich: Durchschnittlich 53 % der europäischen Verbraucher nutzen weniger Bargeld als noch ein Jahr zuvor. Spitzenreiter sind hier Italien und die Türkei, wo rund zwei Drittel der Befragten angaben, ihre Bargeldnutzung während des vergangenen Jahres verringert zu haben.

"Die Deutschen lieben ihr Bargeld. Daher verwundert auch nicht, dass man hierzulande neuen Bezahlmethoden eher skeptisch gegenübersteht. Andere Länder, wie die Türkei, Italien oder Spanien, sind hier schon weiter: Die dortigen Verbraucher sind mobilen Zahlungsmethoden wie dem Bezahlen per Smartphone gegenüber viel aufgeschlossener", sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa. Nur 34 % der Deutschen erwarten, in Zukunft verstärkt ihr Smartphone für Zahlungen zu verwenden - der europäische Durchschnitt liegt hier bei 52 %. Auch haben 68 % Sicherheitsbedenken gegen die Nutzung kontaktloser Zahlungen; europaweit sind dies lediglich 54 %.

Digitale Währungen wie Bitcoins halten Deutsche für keinen nachhaltigen Trend bei Online-Zahlungen. Während nur 23 % der hierzulande Befragten bei digitalen Währungen Potenzial für den Zahlungsverkehr der Zukunft erkennen, sind es europaweit gut ein Drittel.

Aufgeschlossen beim Banking, vorsichtig beim Bezahlen

Bei der Nutzung mobiler Bankdienstleistungen liegen die Deutschen hingegen im europäischen Mittelfeld. So gaben 51 % der Besitzer von Smartphones oder Tablets an, Mobile-Banking-Angebote zu nutzen (2015: 47 %). Von diesen wiederum stellten 65 % fest, dass sie durch Mobile Banking ihre Finanzen besser verwalten können - zum Beispiel, indem sie Einnahmen und Ausgaben besser kontrollieren, Rechnungen pünktlich bezahlen oder Kontoüberziehungen vermeiden.

Banken genießen Vertrauen bei Zahlungsverkehr-App

Eine App zur Durchführung von Zahlungen haben 29 % der Besitzer von Smartphones oder Tablets in Deutschland schon einmal verwendet - aber nur 16 % sind sich sicher, eine solche App auch in den kommenden zwölf Monaten zu nutzen; weitere 24 % halten es für wahrscheinlich. Zum Vergleich: Europaweit haben 40 % schon einmal eine solche App eingesetzt und insgesamt 56 % werden dies sicher oder wahrscheinlich im nächsten Jahr wieder tun. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie solch einer App am meisten vertrauen würden, wenn diese von ihrer Hausbank angeboten wird - 11 % nannten IT-Unternehmen wie Google oder Apple und nur 5 % soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter.



Quelle: ots/ING-DiBa


Lifestyle (Top 10)

  • Tipps fürs Wandern - Gut gerüstet in die Berge
    Freitag, 09. Oktober 2015

    München (ots) - Vor allem jetzt zur bunten Jahreszeit locken klare Luft, angenehme Temperaturen und ein wunderschöner Ausblick über die herbstliche Landschaft Wanderbegeisterte in die Berge. Hierbei ist...

  • Knapp 80 Prozent der Deutschen sind online
    Montag, 12. Oktober 2015

    Hamburg/Mainz (ots) - Die Deutschen nutzen das Internet intensiver und flexibler. Die Anzahl der täglichen Internetnutzer und derjenigen, die unterwegs ins Netz gehen, hat 2015 zugenommen. Auch die...

  • Torten werden im Internet gebacken!
    Dienstag, 20. Oktober 2015

    Die Wiener Online-Konditorei Biskitty beliefert ab sofort auch deutsche Kunden innerhalb von 48 Stunden mit invidividualisierten Torten-Kreationen. Kinderleicht funktioniert das mit Hilfe eines neu...

  • Zufriedenheit im Job: Lohn alleine macht nicht glücklich
    Mittwoch, 10. August 2016

    Vor allem das Gehalt, die Ausbildung und die Tätigkeiten gelten als entscheidend dafür, wie glücklich Arbeitnehmer sind. Nun zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW):...

  • Wohnkostenbelastung: Mehr Einkommen, mehr Fläche
    Montag, 15. August 2016

    Die Mieten in Deutschland steigen zwar, aber weniger stark als die Einkommen. Deshalb können sich die Deutschen immer mehr Wohnfläche leisten – selbst in einigen Metropolen. Das zeigt das Institut...

  • Fast alle in Deutschland gehen gerne zur Arbeit
    Mittwoch, 07. Oktober 2015

    Berlin (ots) - In Deutschland gibt es nicht nur viele, sondern vor allem viele gute Arbeitsplätze. Der Beleg: 95 Prozent der Berufstätigen in Deutschland gehen gern zur Arbeit. Das ist das Ergebnis...

  • Mehrheit der Deutschen lehnt Bezahlung per Smartphone ab
    Dienstag, 26. Juli 2016

    Deutsche Verbraucher bleiben skeptisch, wenn es um mobiles Bezahlen geht. So wollen 66 % der Deutschen auch in Zukunft auf ihr Smartphone an der Kasse verzichten. Das ist eine der Erkenntnisse aus...

  • Deutsche, Franzosen und Briten verreisen pro Jahr am längsten
    Dienstag, 06. Oktober 2015

    Hamburg (ots) - Das Online-Reiseportal eDreams hat insgesamt 7.338 Menschen in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Portugal zu ihren Reisevorlieben befragt. Die Umfrage zeigt: Die...

  • Besser als Espresso: Bücher im Bett
    Mittwoch, 07. Oktober 2015

    Frankfurt am Main / Berlin (ots) - Was hält die Menschen in Deutschland nachts munter und wach? Weder starker Kaffee noch der liebste Mensch im gemeinsamen Bett sind probate Wachhaltemittel.

  • Freunde finden - und behalten: So machen es die Deutschen
    Mittwoch, 11. November 2015

    Echte Freunde tragen uns durchs Leben. Aber wie gelingt es uns, diese Lieblingsmenschen auf Dauer zu halten? Die aktuelle Studie des Coca-Cola Happiness Instituts* zeigt: Lebensfrohe tun sich...