Donnerstag, 24 Sep 2020
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Frankfurt am Main (ots) - PwC-Umfrage zu Mobile Payment: 88 Prozent der Deutschen fürchten Datenmissbrauch und Hackerangriffe / Verbraucher sehen aber auch Vorteile wie bessere Ausgabenkontrolle und höheren Komfort beim Einkauf / PayPal ist bekanntester Anbieter

Annegret Kramp-Karrenbauer
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Die Kunst des Führens

Mobile Bezahlverfahren setzen sich in Deutschland langsam aber sicher durch. Bereits ein Viertel aller Deutschen bezahlt mit dem Smartphone. Die beliebtesten Produkte und Dienstleistungen für das mobile Bezahlen sind Hotels, Flug- und Bahntickets oder Kleidung, Schuhe und Accessoires (je 11 Prozent der Befragten). Rund 9 Prozent der Deutschen haben für Unterhaltungselektronik schon einmal mit ihrem Smartphone oder Tablet bezahlt, 8 Prozent für Nahrungsmittel und Getränke im Supermarkt oder für Dienstleistungen in der Gastronomie. Im Umkehrschluss haben allerdings auch 75 Prozent der Deutschen noch nie bargeldlos mobil bezahlt. Immerhin 35 Prozent möchten diese Bezahlform aber in Zukunft ausprobieren. 40 Prozent gaben an, Mobile Payment nicht zu nutzen und dies auch in Zukunft nicht tun zu wollen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung von über 1.000 Bundesbürgern im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Sorge um Schutz der persönlichen Daten schreckt Nutzer ab

"Für uns bestätigt sich unsere Prognose aus dem letzten Jahr: Mobile Payment wird sich durchsetzen", kommentiert Nikolas Beutin, Partner bei PwC und Experte für Mobile Payment. "Dabei ist die Sorge um die Datensicherheit ernst zu nehmen. Hier sind die Anbieter gefragt, für ein Höchstmaß an Sicherheit zu sorgen und die Vorteile ihrer Lösungen noch offensiver darzustellen." Viele Verbraucher haben gewisse Vorbehalte gegenüber Mobile Payment: 88 Prozent der Deutschen befürchten, dass ihre Daten gehackt oder missbraucht werden. 85 Prozent sehen eine wachsende Gefahr, dass ihr Handy gestohlen und mit den Bezahldaten Missbrauch getrieben wird. Rund drei Viertel sind besorgt, dass ihr Handy-Akku leer wird und sie dann nicht mehr in der Lage wären zu bezahlen oder dass sie durch die regelmäßige Nutzung von Mobile Payment zum gläsernen Kunden werden. 28 Prozent der Deutschen bezahlen grundsätzlich lieber bar.

Zahlen per Smartphone macht den Einkauf unkomplizierter

Die Deutschen erkennen durchaus auch die positiven Aspekte dieser neuen Bezahlform: Gut drei von vier Verbrauchern (76 Prozent) sehen es als Vorteil an, ihre Geldbewegungen direkt am Handy prüfen zu können und nicht mehr darauf achten zu müssen, ob sie genügend Bargeld im Portemonnaie haben (74 Prozent). Immerhin knapp sechs von zehn Verbrauchern (58 Prozent) sind der Meinung, dass mobile Bezahlverfahren den Einkauf und das Bezahlen unkomplizierter machen.

Unter bestimmten Voraussetzungen würden noch mehr Verbraucher mobile Bezahlformen nutzen. An erster Stelle der Wunschliste steht eine Sicherheitsgarantie vom Anbieter. Das wünschen sich 59 Prozent der Befragten. 53 Prozent gaben an, dass bei der Nutzung keine versteckten Gebühren anfallen sollten. Für 41 Prozent ist eine Notfallnummer, mit der sie im Falle eines Diebstahls ihr Handy sperren lassen können, eine wichtige Nutzungsvoraussetzung. Knapp ein Drittel (31 Prozent) wünscht sich, dass mehr Geschäfte und Gewerbe Mobile Payment anbieten.

"Die mobilen Bezahllösungen sollten so einfach und transparent wie möglich sein. Versteckte Gebühren sind vielen Verbrauchern ein Gräuel. Nicht zuletzt sind die Anbieter mobiler Bezahlverfahren gut beraten, auf den Schulterschluss mit dem Handel und Gewerbe zu setzen. Denn viele Konsumenten wünschen sich, dass noch mehr Unternehmen mobile Bezahlverfahren unterstützen", empfiehlt Beutin.

PayPal ist der mit Abstand bekannteste Anbieter

Der bekannteste Anbieter eines mobilen Bezahlverfahrens ist mit großem Abstand PayPal. 85 Prozent der Befragten kennen diesen Bezahldienst. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Google Wallet und Apple Pay. Diese beiden Anbieter sind 18 bzw. 14 Prozent der Deutschen ein Begriff. "Der Fortschritt bei den Konsumenten sollte Unternehmen auch dazu anregen, die Vorteile im B2B-Segment für sich zu nutzen und sich intensiver mit den Mobile Payment Möglichkeiten zu beschäftigen", meint PwC-Experte Nikolas Beutin abschließend.



Quelle: Price Waterhouse Coopers / PwC


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