Es braucht viel Mut, als Opfer über den eigenen sexuellen Missbrauch zu sprechen.
Es braucht viel Mut, als Opfer über den eigenen sexuellen Missbrauch zu sprechen. Foto: obs/ZDF/Yoliswa von Dallwitz
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In Deutschland erfährt jedes siebte Kind sexuelle Gewalt, besonders häufig im familiären Umfeld. Bei Urte war es der Großvater, bei Johanna der Vater, bei Anne die Mutter und deren Lebensgefährte. Sie verboten den Kindern, darüber zu sprechen, und gaben ihnen das Gefühl, dass sie selbst schuld seien.

Es ist skurril, dass das Land in einer Situation, in der wir auf ein Infektionsgeschehen wie im März zusteuern, Schulen und Kitas öffnet.
Foto: Piqsels CC0

Die Teststrategie sollte hinterfragt werden

Die drei Frauen hatten nun den Mut, sich öffentlich zu äußern: Für die ZDF-"37°"-Doku "Das dunkle Geheimnis - Missbrauch in der Familie" am Dienstag, 30. Januar 2018, 22.15 Uhr, haben sie der Autorin Mechthild Gaßner ihre Geschichten erzählt.

Urte, Johanna und Anne konnten ihre Kindheit nur überleben, weil sie die schrecklichen Erlebnisse aus dem Bewusstsein verdrängten, abspalteten. In jahrelanger Schwerstarbeit und mit Hilfe von Therapien haben sie es geschafft, sich ihrem Leid und ihrem Schmerz zu stellen und das Schweigen zu brechen, das ihnen die Täter auferlegt hatten.

Heute leben die drei Frauen ein gutes Leben, auch wenn das, was sie in der Kindheit erlitten haben, immer als schmerzvoller Teil bleiben wird. Anne sagt: "Ich habe gelernt, den Rucksack so zu packen, dass ich ihn tragen kann!"

Die "37°"-Sendung steht am Sendetag ab 8.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung.

https://zdf.de/dokumentation/37-grad



Quelle: ots/ZDF


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