Dienstag, 22 Sep 2020
Foto: Bündnis 90 / Die Grünen / Flickr (CC)
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Berlin (ots) - Der Hackerangriff auf das IT-Netzwerk des Deutschen Bundestag war offenbar schwerwiegender als bislang angenommen.

Wer hätte vor zehn Tagen noch gedacht, dass so etwas in einer 3,7 Millionen Einwohner zählenden Metropole vorstellbar wäre?
Foto: Achim Scholty

Berlin bleibt besonnen

Der netzpolitische Sprecher der Grünen, Konstantin von Notz, sagte dem rbb am Donnerstag, es habe sich "um einen hochkarätigen Angriff von geheimdienstlicher Qualität" gehandelt. Trojaner seien tief in das Netzwerk eingedrungen und hätten gravierende Probleme verursacht.

Von Notz warnte vor voreiligen Verdächtigungen. Wer hinter dem Cyber Angriff stecke, sei nur sehr schwer festzustellen: "Sie können in der digitalen Welt die Spuren eines solchen Angriffs maximal verwischen. Wenn Sie in irgendeinen Quellcode drei chinesische Schriftzeichen reinsetzen, dann ist das eben gerade kein Beweis dafür, dass das nun aus China kommt. Das heißt nicht, dass es nicht so ist, aber es ist eben unheimlich schwierig, darüber einen Nachweis zu führen. Und die Möglichkeiten der Vertuschung und der Irreführung sind in dem Bereich enorm hoch. Deswegen: Ich würde mich da überhaupt nicht festlegen, aus welcher Himmelsrichtung das jetzt kommt."

Zugleich kritisierte von Notz die Informationspolitik der Parlamentsverwaltung. Die interne Kommunikation sei nicht gut gelaufen: "Da muss man künftig vieles besser machen", so der Grünen-Politiker.

Gestern war bekannt geworden, dass die Cyber-Attacke auf das Bundestags-Netzwerk dazu führen könnte, dass das gesamte System ausgetauscht werden muss. Angeblich haben die Angreifer noch immer Zugriff auf die Computer.

Das vollständige Interview zum Nachhören finden Sie beim Rundfunk Berlin Brandenburg.



Quelle: Rundfunk Berlin Brandenburg


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