Freitag, 04 Dez 2020
Windräder in Ostfriesland. 26.000 Windräder stehen schon in Deutschland - und es sollen noch mehr werden.
Windräder in Ostfriesland. 26.000 Windräder stehen schon in Deutschland - und es sollen noch mehr werden. Foto: obs/SWR - Das Erste
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Die Windkraft ist eines der emotionalsten Streitthemen unserer Zeit: politisch forciert, finanziell hochsubventioniert, getragen von weitreichenden ökonomischen und ökologischen Erwartungen - und zugleich mit großen Ängsten besetzt.

Corona gibt uns die Chance zu überdenken, an welchen Maßstäben wir uns orientieren wollen.
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Wir tun das Richtige

Für die einen bedeutet Windkraft saubere Energie, die Atomkraft und Kohle ersetzen und unser Klima retten soll, für die anderen steht sie für die rücksichtslose Zerstörung von Naturlandschaften und für Profite Einzelner auf Kosten der Allgemeinheit. Die Dokumentation der Filmautoren Claudia Butter und Achim Reinhardt "Der Kampf um die Windräder - Die Auswüchse der Boombranche" beleuchtet das Thema am 1. August 2016, 21:45 Uhr im Ersten.

Kosten für Bürgerinnen und Bürger explodieren Fast 26.000 Windräder stehen schon in Deutschland. Während immer mehr Windkraftanlagen gebaut werden und die Branche boomt, explodieren die Kosten für die Bürger: Rund acht Milliarden Euro an Subventionen müssen sie dieses Jahr über die EEG-Umlage allein für die Windkraft zahlen. Dabei macht der Strom aus Windkraft immer noch einen nur geringen Bruchteil im Energiemix Deutschlands aus. Auch deshalb beginnt bei den Bürgern die Stimmung zu kippen. Zunehmend formiert sich Widerstand gegen den Hauruck-Ausbau. Anwohner klagen über die Zerstörung der Landschaft, über Gefahren für die Tierwelt, über Licht- und Lärmbelästigung. Trotzdem wird weiter ausgebaut, teilweise bis dicht an die Wohnbebauung oder sogar mitten in Naturparks. Denn nicht nur die Windkraftindustrie, auch andere wollen von den Subventionen profitieren. "Report Mainz"-Recherchen zeigen, dass Lokalpolitiker Flächen für Windräder ausweisen, um sich eine goldene Nase zu verdienen.

Politisch ist die Windkraft hart umkämpft. Im Juli hat der Bundestag das "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG) reformiert. Damit sollen der weitere Ausbau gebremst und die Kosten für die Stromkunden gesenkt werden. Exklusive Recherchen des ARD-Politikmagazins zeigen, wie die mächtige Windkraftlobby bis zuletzt versucht hat, Einfluss auf das Gesetz zu nehmen, um die Subventionen auch weiterhin zu erhalten. Und sogar Umweltschützer stehen dabei eng an der Seite der Windkraftindustrie.

Wer kämpft wofür? Die Dokumentation untersucht die Frontlinien des Kampfs um die Windräder und wirft ein Schlaglicht auf die Auswüchse der Boombranche. Die Autoren gehen der Frage nach, was beim Ausbau der Windkraft schief läuft, und zeigen, wie falsche Anreize und fehlgeleitete Subventionen die Akzeptanz der Energiewende aufs Spiel setzen.

"Exclusiv im Ersten: Der Kampf um die Windräder - Die Auswüchse der Boombranche", Film von Claudia Butter und Achim Reinhardt, 1. August 2016, 21:45 Uhr, Das Erste



Quelle: ots/N24


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