Donnerstag, 24 Sep 2020
Gebärdensprachdolmetscher Tom Käbisch
Gebärdensprachdolmetscher Tom Käbisch Foto: rbb
 1-2 Minuten Lesezeit  371 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Der Sandmann bekommt neue Begleiter bei seinen Reisen durchs Traumland. Ab 3. April 2017 übersetzen gehörlose Kinder und Jugendliche den Sandmann in Gebärde.

Natürlich steckte Galeria schon vor Ausbruch der Viruskrise in der Bredouille.
Foto: Felix Mittermeier

Die Zeit drängt

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) verbreitet die Gebärdenvideos täglich über das Internet. Die erste Folge mit Gebärde ist am Montag, 3. April, um 17.55 Uhr zu sehen.

rbb-Intendantin Patricia Schlesinger: "Barrierefreie Angebote in allen seinen Programmen weiter auszubauen ist eine vordringliche Aufgabe für den rbb. Der Sandmann mit seinen zahlreichen Fans geht mit gutem Beispiel voran: Er baut eine Brücke zwischen den Welten Hörender und nicht Hörender. Schwerhörende und gehörlose Kleinkinder können oft schon über Gebärde kommunizieren, bevor sie lesen und schreiben lernen. Wir freuen uns, ihnen jetzt 'Unser Sandmännchen' in Gebärdensprache zeigen zu können."

Der rbb bietet die Sandmann-Folgen mit Gebärdensprache über vier Verbreitungswege an:

- Website www.sandmann.de
- Mediatheken von rbb und ARD
- Sandmann-App für IOS & Android
- Sandmann-App für HbbTV, Amazon Fire TV und Apple TV

Für alle genannten Ausspielwege - vorerst noch mit Ausnahme der App für IOS & Android - können die Nutzer auch zuschaltbare Untertitel wählen.

Für die Produktion der Sandmann-Folgen mit Gebärde arbeitet der rbb mit dem Zentrum für Kultur und visuelle Kommunikation der Gehörlosen in Berlin & Brandenburg (ZfK) zusammen. Gehörlose Kinder und Jugendliche agieren als Gebärdensprachdolmetscher. Eingeblendet werden sie immer dann, wenn die Geschichte es erfordert. Steffen Helbing, Vorsitzender des Landesverbandes der Gehörlosen Brandenburg e. V., sagt: "Der Sandmann mit Gebärde ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer aktiven Teilhabe über die Medien, weil hier nicht nur die Protagonisten taub oder hörbehindert sind, sondern auch das Produktionsteam."

Dem Sandmann schauen jeden Abend rund 1,5 Millionen kleine und große Menschen zu. Er ist täglich im rbb Fernsehen (Montag bis Freitag um 17.55 Uhr, Samstag und Sonntag um 17.50 Uhr), im MDR (Montag bis Samstag um 18.54 Uhr, Sonntag um 18.52 Uhr) und beim KiKA (täglich um 18.50 Uhr) zu sehen. Die kostenlose Sandmann-App für Apple/IOS und Android-Geräte ist eine der erfolgreichsten Kinderapps der ARD. Schöpfer des Sandmanns ist Gerhard Behrendt, der die Figur im Auftrag des Deutschen Fernsehfunks (DFF) gestaltet hat. Am 22. November 1959 um 18.50 Uhr erlebten die Zuschauer das Sandmännchen zum ersten Mal.



Quelle: ots/rbb


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