Sonntag, 20 Sep 2020
Dr. Peter Frey
Dr. Peter Frey Foto: obs/ZDF/Carmen Sauerbrei
 1-2 Minuten Lesezeit  227 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

"Guter Journalismus braucht Selbstbewusstsein und offenen Dialog." Das sagte ZDF-Chefredakteur Peter Frey am heutigen Freitag, 11. März 2016, in seiner Begrüßungsrede auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde in Mainz.

Wegen der Corona-Pandemie verschanzen sich Teile der öffentlichen Verwaltungen weiterhin hinter abgesperrten Türen und Anrufbeantwortern.
Foto: USCDCP /CC0

Beamte im Corona-Modus

Mit Blick auf mögliche russische Propaganda-Aktivitäten zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung in Deutschland ergänzte er: "Ein Teil der Strategie zielt auf Verunsicherung. Deswegen müssen Journalisten heute neben der Bereitschaft zu Transparenz und Dialog auch klar Haltung zeigen und sich nicht von jedem Tweet und jedem Facebook-Eintrag ins Bockshorn jagen lassen." Dies gelte gerade in Zeiten, in denen in einigen Staaten Osteuropas in weitgehend gefestigten Demokratien plötzlich autoritäre Strömungen spürbar würden.

Peter Frey legte dar, wie zuletzt der Fall der russlanddeutschen 13-jährigen Lisa von russischer Seite benutzt wurde, um Stimmung vor allem in der russlanddeutschen Bevölkerung gegen Flüchtlinge und deutsche Behörden zu schüren. Das sei moderne "hybride Kriegsführung": "Die Grenzen verschwimmen zwischen Krieg und Frieden, Wahrheit und Lüge, Realität und Propaganda", so Frey.

Auf der Jahrestagung in Mainz diskutieren Wissenschaftler, Wirtschaftsfachleute, Politiker und Journalisten über "Medien, Politik und Gesellschaft - Osteuropa und der Strukturwandel der Öffentlichkeit". Die Berichterstattung über den Konflikt in der Ost-Ukraine ist dort ebenso Gesprächsthema wie die Frage nach Zensur, Selbstzensur und Propaganda im digitalen Zeitalter, in dem die globale Verbreitung von Informationen in Echtzeit zu einem effektiven Instrument staatlicher Kontrolle, Mobilisierung und Manipulation werden kann.



Quelle: ots/ZDF


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