Mittwoch, 30 Sep 2020
Wilhelm Wieben
Wilhelm Wieben Foto: Udo Grimberg / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)
 1-2 Minuten Lesezeit  334 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Wilhelm Wieben ist tot. Der ehemalige Sprecher der „Tagesschau“ starb am 13. Juni im Alter von 84 Jahren in Hamburg. NDR Intendant Lutz Marmor: „Wilhelm Wieben hat über Jahrzehnte die Tagesschau geprägt. Stets seriös, kompetent und hoch professionell. Als Sprecher hat er Generationen begleitet. Wilhelm Wieben gehörte zu den prägenden deutschen Fernsehpersönlichkeiten, immer freundlich, zugewandt und nah bei den Zuschauerinnen und Zuschauern. Darüber hinaus beeindruckte Wilhelm Wieben u. a. durch Lesungen, als Moderator und Schauspieler – und durch seinen persönlichen Einsatz für hilfsbedürftige Menschen. Wir werden ihn vermissen.“

Wir müssen uns als Verbraucher in den kommenden Monaten umstellen.
Foto: Simon Peel

Obst und Gemüse werden knapper und teurer

Wieben war insgesamt 32 Jahre lang Sprecher der Tagesschau, Deutschlands erfolgreichster Fernseh-Nachrichtensendung. 1966 begann seine Mitarbeit bei ARD-aktuell in Hamburg: zunächst im „Off“, ab 1972 im „On“, also im Bild sichtbar. 1974 folgte der „Ritterschlag“ bei der Tagesschau - seine erste 20-Uhr-Ausgabe. 1998 verließ Wieben die Sendung auf eigenen Wunsch.

Wilhelm Wieben nahm nach einer Verwaltungslehre von 1957 bis 1960 Schauspielunterricht an der Max-Reinhardt-Schule in Berlin. Im Anschluss daran kam der gebürtige Dithmarscher zum Rundfunk: Bei Radio Bremen wurde er Sprecher für alle Programmsparten. Nebenher moderierte Wieben in den 70er- und 80er-Jahren Radiosendungen auf NDR 2. 1976 begann er mit plattdeutschen Lesungen, aus denen sich mehrere Buchveröffentlichungen ergaben. Später folgten hochdeutsche Lesungen. Mit Lesungen und Spendenaktionen unterstützte Wieben auch die Hospizarbeit in Hamburg.

Ab 1960 arbeitete Wieben am Bremer „Theater am Goetheplatz“ mit. Von 1981 bis 1990 trat er insgesamt mehr als 60 Mal als Selim Bassa in Mozarts „Entführung aus dem Serail“ an der Hamburgischen Staatsoper auf. Noch häufiger - mehr als 70 Mal - war er 1995/96 als Kaiser Franz Joseph im „Weißen Rössl“ im Hamburger „Tivoli“-Theater zu sehen.

Von 1996 bis 2002 präsentierte Wilhelm Wieben im NDR Fernsehen die Reihe „Melodie der Meere“, auch in „Freut euch des Nordens“ wirkte er als Moderator und Sprecher mit. In der Talksendung „Beckmann“ sprach Wieben im Mai 2011 über sein Engagement für die Aktion „Augen auf!“, die gegen die Vereinsamung älterer Menschen und für das Altern in Würde eintritt.



Quelle: NDR
#mehrMagazin
Zoudé sprach sich für die Streichung des Begriffs "Rasse" aus dem Grundgesetz aus.
Foto: Michael Schilling / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Rassismus-Debatte: Deutsche Filmakademie fordert Quote

Schauspielerin Dennenesch Zoudé (53) hat als Vorstandsmitglied der Deutschen Filmakademie in der Rassismus-Debatte eine Quotenregelung für ihre Branche gefordert: "Wir können und müssen Impulse...
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) arbeitet mit Hochdruck am Entwurf für eine europäische E-Privacy-Verordnung, in der es auch um die erst vor zwei Jahren eingeführte Cookie-Zustimmungspflicht geht.
Foto: wocintechchat

Verbraucherschützer schlagen wegen EU-Plänen für Rücknahme von Cookie-Zustimmungspflicht Alarm

Deutschlands Verbraucherschützer schlagen wegen Plänen auf EU-Ebene Alarm, durch eine Rücknahme der Cookie-Zustimmungspflicht den Datenschutz im Internet zu lockern. "Manche Vorschläge von...
Varta sei offen für Partnerschaften auch mit Autoherstellern, die bislang ihre Batteriezellen ausschließlich von asiatischen Herstellern beziehen.
Foto: Spielvogel / CC0 (via Wikimedia Commons)

Varta will auch Batteriezellen für Elektroautos bauen

Die Varta AG aus dem schwäbischen Ellwangen, Weltmarktführer für Hörgeräte- und Kopfhörerbatterien, will künftig auch Elektroautos ausrüsten. "Für die nächste Generation der E-Mobilität sind...
Back To Top