Foto: obs/ZDF/ Torsten Groß
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Mainz (ots) - Schwerstkranke Menschen gut versorgen und betreuen - dazu soll das neue Hospiz- und Palliativgesetz beitragen, das die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat. Doch kann das Gesetz die schmerzlindernde Versorgung der Sterbenden in deren letzter Lebensphase wirklich verbessern? "ZDFzoom" nimmt die Palliativ-Versorgung in Deutschland in den Fokus und fragt am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 22.45 Uhr: "Letzte Tage, gute Tage?"

Valie Export schätzt in diesem Zusammenhang vor allem die #MeToo-Bewegung als verdienstvoll ein.
Foto: Manfred Werner / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

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In Hospizen und auf Palliativstationen fehlen tausende Betten, schätzen Experten. Nicht einmal jeder Zweite, der Anspruch auf ambulante Betreuung zu Hause hat, bekommt sie. Zudem bleiben besonders in Pflegeheimen viele Sterbende allein mit ihren Ängsten und Schmerzen.

Auch wenn die Palliativmedizin, spezialisiert auf die körperlichen und seelischen Leiden schwerstkranker Menschen, in den vergangenen Jahren weit vorangekommen ist: Es gibt noch immer weiße Flecken in Deutschland, vor allem auf dem Land. Zudem sind viele Fachkräfte in Pflegeheimen mit Schmerztherapie und zeitintensiver Sterbebegleitung überfordert. Und dann herrscht auch noch vielerorts Personalnotstand und Ärztemangel. Kann dies über das neue Gesetz zur Stärkung der Hospiz- und Palliativ-Versorgung wirklich geändert werden?

Filmautorin Annette Hoth besucht unter anderen Gerold Otten, der an der Nordsee in einem Hospiz lebt und einen letzten Wunsch hat: noch einmal hinaus aufs Meer zum Angeln. Eine Heerschar an Helfern macht es dem Totkranken möglich - mit starken, schmerzlindernden Opiaten der Palliativ-Mediziner im Koffer. "Einem Menschen Menschlichkeit schenken", darum gehe es am Ende doch, sagt einer von ihnen. Doch Gerold Otten ist einer von wenigen, die am Lebensende so gut versorgt sind.



Quelle: ZDF


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