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Trotz steigender Löhne in Ostdeutschland lohnt sich noch immer das Pendeln in den Westen. Das geht aus einer Berechnung der MDR-Reihe "exakt - So leben wir!" (Mittwoch, 20:15 Uhr) hervor. Es rechnet sich, weil das Lohnniveau in den alten Bundesländern auch 27 Jahre nach der Deutschen Einheit wesentlich höher ist als in den neuen Ländern.

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Wo die AfD schon an der Macht ist

Am meisten lohnt sich das Pendeln von Magdeburg nach Wolfsburg. Es bringt beim mittleren Bruttolohn monatlich 1997 Euro mehr - also 22,19 Euro pro Entfernungskilometer. Im mitteldeutschen Vergleich folgen die Strecken von Suhl nach Coburg (20,05 Euro pro Kilometer) und von Suhl nach Schweinfurt (14,64 Euro pro Kilometer). Zu den lohnenswertesten Zielen zählen neben den genannten Städten auch Salzgitter und Ingolstadt.

Das Pendeln innerhalb des Ostens bringt in der Regel weniger als 1 Euro je Straßenkilometer. Doch auch hier können bestimmte Städte ein attraktives Ziel sein, vor allem in Thüringen. Das Pendeln nach Weimar bringt von Erfurt aus 4,33 Euro pro Kilometer, von Gera aus sogar 4,54 Euro. Am meisten lohnt sich die Strecke von Gera nach Jena (8,15 Euro). Ein Gegenbeispiel: Von Leipzig nach Halle (Saale) sind es gerade mal 20 Cent je Straßenkilometer.

In der Berechnung wurde der mittlere Bruttomonatslohn der 109 kreisfreien Städte in Deutschland mit der Entfernung in Straßenkilometern verglichen. Jeder zusätzlich verdiente Euro in der Fremde wurde durch die Anzahl der Entfernungskilometer geteilt. Zum Stichtag 30. Juni 2016 pendelten rund 330.000 Menschen aus Ostdeutschland in den Westen. Allein 42.000 davon leben in Sachsen-Anhalt und arbeiten in Niedersachsen - Spitze unter den neuen Bundesländern.

Nicht berücksichtigt wurden die reinen Pendelkosten wie beispielsweise Fahrkosten und Kosten für eine eventuelle Unterkunft am Arbeitsort. Auch entsprechende steuerliche Vergünstigungen für Pendler wurden außer Acht gelassen.

Sendehinweis

Das MDR Magazin "Exakt - So leben Wir!" beschäftigt sich in der Sendung "Lohn oder Stütze?" am 06.09.2017, 20.15 Uhr mit dem Thema.

Mehr Informationen zum Thema und alle Daten dazu unter mdr.de/investigativ



Quelle: ots/MDR


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