Freitag, 22 Jan 2021
Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1989-0730-002 / CC-BY-SA 3.0
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Es war ein groß angelegter Menschenversuch - das staatlich geplante Doping im DDR-Sport. Auch vor minderjährigen Sportlerinnen und Sportlern machte es keinen Halt. Die Athleten bekamen nicht nur die üblichen Dopingpräparate. Sie mussten auch ohne ihr Wissen für Versuche mit Medikamenten herhalten, die nicht für den menschlichen Gebrauch freigegeben waren. Flankiert wurde das System von zum Teil brutalen weiteren sportmedizinischen Anwendungen. Das Ganze geschah ohne Rücksicht auf gesundheitliche Folgen und Verluste.

Sowohl das Grundgesetz als auch das einfache Recht gewähren den deutschen Bundesländern substantiellen Spielraum, Maßnahmen zur Aufnahme von Flüchtenden aus humanitären Notlagen zu ergreifen.
Foto: Ken Yam

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Schätzungen zufolge wurden in der DDR für das Prestigeprojekt Sport 10 000 sogenannte "Diplomaten im Trainingsanzug" systematisch gedopt. So wollte der kleine sozialistische Staat seine große Leistungsfähigkeit weltweit bekannt machen. Mehrfach gehörte die DDR bei Olympischen Spielen zu den erfolgreichsten Nationen der Welt. Dafür bezahlt haben die gedopten Athletinnen und Athleten - mit ihrer Gesundheit und einige sogar mit ihrem Leben.

An drei Beispielen aus den Sportarten Turnen, Schwimmen und Gewichtheben beleuchtet der Film die aktuelle Situation der Geschädigten des DDR-Dopingsystems. Für die meisten von ihnen sind unzählige Fragen auch nach 25 Jahren deutscher Einheit nicht beantwortet: Welche Dosis an Dopingmitteln haben sie bekommen? Mit welchen weiteren Spätfolgen müssen sie rechnen? Wer übernimmt im wiedervereinigten Deutschland die Verantwortung für die Folgen der damals staatlich verordneten Dopinggaben?

Ein Film über die nicht aufgearbeitete Geschichte eines dunklen Kapitels der DDR-Vergangenheit.

Sendtermin: WDR Fernsehen, Montag, 2. November 2015, 22.45 - 23.15 Uhr



Quelle: ots / WDR


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