Dienstag, 29 Sep 2020
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Hamburg - Der NDR Rundfunkrat hat sich ausführlich mit dem zukünftigen Jungen Angebot von ARD und ZDF befasst. Gründungsgeschäftsführer Florian Hager erläuterte auf der Rundfunkratssitzung am Freitag, 26. Juni, den aktuellen Planungsstand.

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Foto: snitchde / CC0 (via Pixabay)

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Im Mittelpunkt standen die Ziele des Angebots, seine redaktionelle Gestaltung und die Plattformen, auf denen es Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren erreichen soll. Das Online-Jugendangebot soll voraussichtlich Mitte 2016 an den Start gehen und ist eng mit den jungen Hörfunkprogrammen der ARD vernetzt.

Dagmar Pohl-Laukamp, Vorsitzende des Rundfunkrats: "Der NDR Rundfunkrat konnte sich davon überzeugen, dass der hohe öffentlich-rechtliche Qualitätsstandard auch für das Jugendangebot gilt. Ein vergleichbares Angebot wie das geplante gibt es bisher nicht - und es bietet ARD und ZDF zudem die Chance, junge Leute an das gesamte öffentlich-rechtliche Angebot heranzuführen. Wir werden die weitere Entwicklung des Jungen Angebots konstruktiv begleiten. Junge Menschen mit kreativem Programm auf den verschiedenen Plattformen zu erreichen ist keine leichte Aufgabe - der Rundfunkrat wünscht dabei viel Erfolg."

Weiteres Thema bei der Sitzung des NDR Rundfunkrats war die Gleichstellung im NDR. Hier informierte Nicole Schmutte, eine der NDR Gleichstellungsbeauftragten, das Gremium über den aktuellen Stand. So stieg der Anteil von Frauen in Führungspositionen insgesamt im vergangenen Jahr zum ersten Mal über die 30-Prozent-Grenze, auch auf Direktorenebene liegt er nun bei 33 Prozent. Um diesen Anteil weiter zu erhöhen, werden von Mitte 2015 an die Gleichstellungsbeauftragten grundsätzlich bei allen Stellenausschreibungen für Positionen mit Leitungsfunktionen beteiligt. Bei den Moderationen und Präsentationen im Programm ist das Verhältnis von Frauen und Männern nahezu ausgeglichen. Um das selbstverpflichtende Ziel eines Frauenanteils von 50 Prozent auf allen Hierarchiestufen zu erreichen, besteht jedoch nach wie vor Handlungsbedarf.

Dagmar Pohl-Laukamp: "Der NDR ist auf einem guten Weg, um einen ausgeglichenen Anteil an Frauen- und Männern in allen Vergütungsgruppen zu erreichen. Wir können die Entwicklungen und Maßnahmen nur unterstützen. Hierzu zählt auch die flexiblere Gestaltung von Stellen, um Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren zu können. Besonders begrüßen wir auch die Initiative 'Frauen in die Technik', mit der der NDR in der ARD federführend ist. Es sollte besonders in den fiktionalen Programmen darauf geachtet werden, dass junge Frauen nicht nur in traditionellen Berufen gezeigt werden, sondern auch in zukunftsträchtigen technischen Berufen. Den Programmmachern muss bewusst sein, dass fiktionales Programm junge Frauen bei der Berufswahl stark beeinflusst."

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