Samstag, 05 Dez 2020
Eine Gruppe von Osmanen posiert vor deren Clubhaus in Dietzenbach, in der Mitte: Vizepräsident Can.
Eine Gruppe von Osmanen posiert vor deren Clubhaus in Dietzenbach, in der Mitte: Vizepräsident Can. Foto: obs/ZDFinfo/Clemens Boecker
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Nach dem Putschversuch in der Türkei waren auch Vertreter der "Osmanen Germania" auf politischen Demonstrationen für Erdogan zu sehen. Die am schnellsten wachsende rockerähnliche Vereinigung in Deutschland macht auch bei solchen Anlässen auf sich aufmerksam.

Jedoch wird man den Eindruck nicht los, Angela Merkel hätte mehr gewollt, indem man weniger zulässt.
Foto: Jonas Schmidt

Merkel und Corona

Für die Reportage "Osmanen Germania - Rocker oder Boxclub?", die ZDFinfo am Donnerstag, 28. Juli 2016, 21.00 Uhr, sendet, konnten die Autoren einen Blick in die verschlossene Welt dieser Gruppierung werfen.

Nach eigenen Angaben haben die "Osmanen Germania" schon mehr als 2000 Mitglieder, die meisten mit türkischen Wurzeln. Die große Anziehungskraft der martialischen Videos, mit denen die Gruppe im Internet auf sich aufmerksam macht, ist für Experten ein neues, alarmierendes Phänomen. Viele junge Männer mit Migrationshintergrund fühlen sich von der harten Musik, der brutalen Bildsprache und dem zur Schau gestellten Ideal der verschworenen Gemeinschaft, die "bis zum letzten Tropfen Blut" zusammensteht, angesprochen. Die Polizei ist besorgt und fürchtet neue Revierkämpfe mit anderen Alt-Rockern.

Monatelang konnten die Reporter die Präsidenten des Klubs, Mehmet Bagci und Selcuk Sahin, genannt "Can", mit der Kamera begleiten. Die beiden Männer haben den Klub im Mai 2015 gegründet. Motorräder spielen bei den "Osmanen Germania" keine Rolle - sie sehen sich als reinen Box-Klub, angeblich mit dem Ziel, junge Männer durch Sport vor einer kriminellen Karriere zu bewahren. Polizei-Experten sind da skeptisch - immer wieder sind Mitglieder in Straftaten verwickelt.

Die Reportage geht den Fragen nach, welche Ziele die "Osmanen Germania" haben und wie oft sie mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Und mit Fachleuten bei der Polizei sprechen die Autoren über die Hintergründe rockerähnlicher Vereinigungen.



Quelle: ots/ZDFinfo


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