Samstag, 23 Jan 2021
Heinrich Back hat als Fremdenlegionär in Algerien gekämpft. Der Krieg gilt bis heute als einer der grausamsten Kolonialkriege - so hat es auch der heute 76-Jährige erlebt.
Heinrich Back hat als Fremdenlegionär in Algerien gekämpft. Der Krieg gilt bis heute als einer der grausamsten Kolonialkriege - so hat es auch der heute 76-Jährige erlebt. Foto: obs/ZDFinfo/Jan Sindel
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Was bringt Menschen dazu, in den Krieg zu ziehen? Wie ist das Leben auf dem Schlachtfeld, und kann man mit all den schrecklichen Erlebnissen überhaupt fertig werden? Diese Fragen stellt ZDFinfo am Mittwoch, 7. September 2016, um 21.55 Uhr in der dreiteiligen Doku-Reihe "Krieger".

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach
Foto: YanVGT / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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In eindringlichen Gesprächen schildern Soldaten den Filmemachern Christian Stracke und Christian Hestermann ihre persönlichen Erfahrungen: als Fremdenlegionär, Peschmerga-Kämpfer oder Berufssoldat. Ein weiter Blickwinkel, der mehrere Generationen umfasst, macht das bisher einzigartige Dokumentationsprojekt "Krieger" zugleich zu einem ausführlichen Psychogramm der Kämpfer.

Ob für den Kampf um Freiheit, aus Abenteuerlust oder für die Karriere - die Gründe, warum Menschen in den Krieg ziehen, sind genauso unterschiedlich wie die Protagonisten, die ab 21.55 Uhr in "Krieger - Für Vaterland und Ehre?" zu Wort kommen: Günter Lucks wurde mit 15 Jahren zur Waffen-SS abkommandiert, Ali Bako schloss sich den Peschmerga-Kämpfern an, um Saddam Hussein zu stürzen, und Heiko B. ließ sich als Berufssoldat von der Bundeswehr verpflichten. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie lernten den Schrecken des Kriegs aus nächster Nähe kennen.

Doch wie sieht der Alltag im Krieg aus? Ab 22.35 Uhr rückt der "Albtraum Schlachtfeld" in den Fokus. Im zweiten Teil der Dokumentation berichten die "Krieger", was sie empfanden, als sie ihren Marschbefehl bekamen, mit welchen Gefühlen sie in den Kampf zogen und welche Erfahrungen sie auf dem Feld machten. Dass Gefechte, Gräueltaten und Gefangenschaft nicht spurlos an einem Soldaten vorübergehen, zeigt um 23.30 Uhr "Schatten auf der Seele". Denn zurück zu Hause fällt der Weg in ein normales Leben oft schwer: Einige betäuben ihre Erinnerungen mit Alkohol, andere lassen ihrer Aggressivität freien Lauf. Das so genannte posttraumatische Belastungssyndrom kann nicht nur für die Soldaten, sondern auch für deren Familien zur echten Zerreißprobe werden.

ZDFinfo wiederholt alle drei Teile der Reihe "Krieger" am Dienstag, 13. September 2016, ab 1.50 Uhr sowie am Mittwoch, 14. September 2016, ab 13.30 Uhr.



Quelle: ots/ZDF


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