NRW Landtag - Plenarsaal
NRW Landtag - Plenarsaal Foto: Olaf Kosinsky / Wikimedia CC BY-SA 3.0
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Drei Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegen SPD und CDU erstmals seit Oktober 2016 wieder gleichauf. Beide Parteien kommen in der Sonntagsfrage auf 34 Prozent. Während die CDU zulegt (+4), büßt die SPD an Zustimmung ein (-3). Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL in dieser Woche erhoben hat. Wenn bereits an diesem Sonntag gewählt würde, könnte die FDP erneut leicht zulegen und wäre mit jetzt 10 Prozent (+1) drittstärkste Kraft. Die Grünen liegen unverändert bei 6 Prozent, die Linke bei 5 Prozent. Die AfD verliert erneut leicht und kommt auf 8 Prozent (-1).

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Foto: Superikonoskop / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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Neben einer Großen Koalition wäre somit aktuell nur ein Dreierbündnis aus CDU, FDP und Grünen eine realistische Regierungsoption. Eine rechnerisch mögliche Ampel aus SPD, FDP und Grünen haben die Liberalen ausgeschlossen. Rot-Rot-Grün hätte aktuell keine Mehrheit.

Parteikompetenzen: CDU jetzt in fast allen Bereichen vor SPD

Wenn es darum geht, die wichtigsten Probleme des Landes zu lösen, liegen SPD und CDU gleichauf. Jeweils 33 Prozent der Befragten trauen dies SPD und CDU am ehesten zu. Im Februar genoss die SPD hier allerdings noch mehr Vertrauen (38 Prozent) als die CDU (32 Prozent). Auch bei einzelnen politischen Aufgaben büßt die SPD im Vergleich zu Februar in allen Bereichen an Vertrauen ein, während die CDU zulegen kann. Einzig bei der Frage, wem die Befragten zutrauen, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen, liegt die SPD vorn. 42 Prozent trauen ihr dies am ehesten zu (-6 zu Februar), der CDU 21 Prozent (+2).

In drei anderen Politikfeldern genießt die CDU jetzt anders als im Februar mehr Vertrauen als die SPD. 38 Prozent (+3) trauen am ehesten der CDU zu, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen, der SPD 35 Prozent (-4). Eine gute Schul- und Bildungspolitik zu betreiben trauen 35 Prozent (+3) am ehesten der CDU zu, der SPD 30 Prozent (-6). Und auch bei der Frage, wem die Befragten am ehesten zutrauen, die Verkehrsinfrastruktur zu sanieren, genießt die CDU jetzt mit 36 Prozent (+8) mehr Vertrauen als die SPD mit 25 Prozent (-4).

In zwei Bereichen baut die CDU ihren Kompetenzvorsprung auf die SPD weiter aus. 44 Prozent (+3) trauen ihr am ehesten zu, die Wirtschaft voranzubringen, der SPD 27 Prozent (-7). Auch im Kampf gegen Kriminalität und Terror trauen die Befragten mit 43 Prozent (+3) der CDU am ehesten eine erfolgreiche Politik zu, der SPD 21 Prozent (-4).

Deutlicher Vorsprung von Kraft vor Laschet schrumpft

In der sogenannten Direktwahl-Frage büßt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft an Zustimmung ein. Wenn sich die Wähler direkt zwischen Kraft und Herausforderer Armin Laschet entscheiden könnten, würden in dieser Woche 53 Prozent (-4 zu März) die SPD-Politikerin, 31 Prozent (+9) den CDU-Politiker wählen. Das ist für Kraft der geringste Vorsprung und der schlechteste Wert in dieser Legislaturperiode. Für Laschet ist es der beste Wert.

Unzufriedenheit mit der Landesregierung in vielen Politikbereichen

Die Arbeit der aktuellen rot-grünen Landesregierung wird von den Befragten in vielen Politikbereichen kritisch bewertet. Am größten ist die Unzufriedenheit mit den Anstrengungen der Landesregierung bei der Sanierung von Straßen, Brücken und Schienen. Hier sind nur 27 Prozent mit der Landesregierung zufrieden, 70 Prozent sind unzufrieden. Ähnlich groß ist die Unzufriedenheit mit den Anstrengungen zur Bekämpfung von Armut (28 Prozent zufrieden, 66 Prozent unzufrieden) und in der Schul- und Bildungspolitik (29 zu 65). Bei der Bekämpfung von Kriminalität und Terror sind 38 Prozent der Befragten zufrieden mit der Landesregierung, 60 Prozent sind unzufrieden.

Positiv für die Landesregierung fällt die Bilanz lediglich bei der Schaffung von Arbeitsplätzen (50 Prozent zufrieden, 44 Prozent unzufrieden), in der Wirtschaftspolitik (52 zu 45) und bei der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen aus (58 zu 36).

WESTPOL am 23.04.2017 von 19.30 - 20.00 Uhr im WDR Fernsehen.



Quelle: WDR


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