Foto: obs/ZDF/Gero Breloer
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Zwei Drittel der Deutschen sind der Ansicht, dass es ein Korruptionsproblem im Land gibt. Das hat eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF ergeben. Die "ZDFzeit"-Dokumentation "Wie korrupt ist Deutschland?" beleuchtet am Dienstag, 12. April 2016, 20.15 Uhr, wie verbreitet Bestechung, Vorteilsnahme und Schmiergelder wirklich sind.

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Foto: EU2017EE Estonian Presidency / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

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"Korruption ist effektiv, attraktiv und lukrativ", sagt Korruptionsexperte Wolfgang Schaupensteiner. In den vergangenen fünf Jahren flossen laut BKA im Schnitt jährlich rund 130 Millionen Euro Bestechungsgelder in Deutschland. Doch Polizei und Staatsanwälte tun sich schwer mit der Bekämpfung der Korruption, denn alle Beteiligten sind Täter, und es gilt das Gesetz des Schweigens. Das Risiko, wirklich erwischt und überführt zu werden, ist bei diesem Heimlichkeitsdelikt minimal. Viele der Bestecher haben deshalb laut BKA keinerlei Skrupel. Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte sind überlastet und werden durch einzelne, sehr komplexe Verfahren blockiert.

Die "ZDFzeit"-Dokumentation erklärt an konkreten Fällen, wie die Anbahnung funktioniert: Man kennt sich schon länger, vertraut sich, hilft sich - ein System, das die Strafverfolgung so mühsam macht. Gezeigt wird außerdem ein aufwändiger Test in einer Branche mit großer Korruptionshäufigkeit - der Bauwirtschaft. Analysen von Ermittlern kommen zu dem Schluss: Bestechung ist hierzulande weit verbreitet und strukturell tief verwurzelt.

Filmautor Steffen Mayer zieht folgendes Fazit aus den Recherchen zu dieser Doku: "Wir haben eindeutig ein Korruptionsproblem in Deutschland, das belegen die Zahlen des Bundeskriminalamtes wie auch die Angaben zahlreicher Korruptionsermittler und die Erklärungen unserer Experten. Das Schmieren fliegt nur zu selten auf, und noch seltener kommt es zu großen Prozessen und harten Urteilen."



Quelle: ots/ZDF


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