2 Min

Spitzenpolitiker für Huawei-Ausschluss bei 5G-Netz

Foto: Christoph Scholz / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)

Technik
Typographie
  • kleiner klein Standard groß größer
  • Standard Helvetica Segoe Georgia Times

Spitzenpolitiker für Huawei-Ausschluss bei 5G-Netz

.

Vor dem CDU-Parteitag am Freitag in Leipzig wächst der Druck auf Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer den chinesischen Huawei-Konzern vom Ausbau des neuen 5G-Netzes wegen Sicherheitsrisiken auszuschließen. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), sagte dem Tagesspiegel (Mittwoch): "Was den 5G-Netzausbau angeht, so handelt es sich um eine der weitreichendsten Weichenstellungen für Deutschland und Europa." Hier bestehe das Potential für europäische Technologien und europäische Führerschaft in diesem Bereich. "Für diese sollten wir uns einsetzen und zugleich keinen chinesischen Staatseinfluss auf das 5G-Netz zulassen."

Für den Parteitag gibt es zwei Anträge, die einen Ausschluss von Huawei fordern, Merkel will hingegen die Sicherheitsstandards der Ausschreibung so verschärfen, dass das Risiko von Spionage und Sabotage ausgeschlossen wird. Die USA und auch deutsche Geheimdienste warnen eindringlich vor einer Beteiligung am 5-G-Netz. Auch FDP-Chef Christian Lindner fordert eine 5-G-Netz ohne Technik aus China. "Wir müssen gegenüber China deutlich machen, welchen Wert Freiheit und Bürgerrechten für uns haben", sagte er dem Tagesspiegel. "Deshalb sollten deutsche Behörden keine Produkte von chinesischen Unternehmen beziehen, deren Produkte Kern des Systems der Massenüberwachung dort sind. Beim 5G-Netz sollten wir bereit sein, auf die Nutzung chinesischer Technik zu verzichten."

Der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin trifft am Mittwoch am Firmensitz im chinesischen Shenzhen führende Vertreter des Technologiekonzerns. Er warnte vor vorschnellen Entscheidungen. "Die digitalen Infrastrukturen sind längst systemrelevant. Das hat die Bundesregierung seit Jahren verschlafen, Deutschland ist derzeit nicht in der Lage, seine kritische Infrastruktur effektiv zu schützen", sagte er dem Tagesspiegel. "Das betrifft nicht nur Huawei. Es betrifft die Router von Cisco wie die Clouds von Amazon und Microsoft." Sie alle verfügten nicht nur über vermutete, sondern über tatsächlich installierte Hintertüren.

"Eines sollte die Bundesregierung nicht tun - sich in Trumps Wirtschaftskrieg gegen China zu seinem Alliierten machen. Trumps Kampf gegen Huawei ist der Versuch, die US-Dominanz in der Informationsindustrie zu monopolisieren", betonte Trittin. Wer die notwendigen Sicherheitskriterien nicht erfülle, dürfe in besonders sicherheitsrelevanten Netzen nicht zugelassen werden. "Das gilt unabhängig von Hersteller und Herkunftsland." Es brauche viel mehr Anstrengungen im Bereich der Überprüfbarkeit von Hard- und Software, vor allem europäische Lösungen. "Hier hat die Bundesregierung in den letzten Jahren so ziemlich alles verschlafen, was notwendig war."



Quelle: ots/Der Tagesspiegel
378 Wörter im Bericht.

Technik (Top 10)

  • Mini-Computer Raspberry Pi - neue Version mit WLAN und Bluetooth
    Montag, 14. März 2016

    Der beliebte Einplatinen-PC ist jetzt in der Version 3 verfügbar. Das neue Modell bietet einen leistungsstärkeren Prozessor sowie integriertes WLAN und Bluetooth.

  • Blitzer gegen Abgas Doping
    Dienstag, 06. Oktober 2015

    Köln (ots) - In vielen U.S.-Staaten und zahlreichen anderen Ländern ist Remote Sensing längst seit vielen Jahren im Einsatz. Mobile Remote Sensing Geräte (RSD) messen die Abgaswerte im alltäglichen...

  • Neuer Höchststand bei Android Sicherheitslücken
    Dienstag, 16. August 2016

    350 veröffentlichte Android-Schwachstellen hat die Datenbank für IT-Angriffsanalysen (Vulnerability Data Base) des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in den ersten acht Monaten dieses Jahres...

  • Messenger ist der Servicekanal der Zukunft
    Dienstag, 12. April 2016

    Echtzeit-Kommunikation per WhatsApp oder Facebook-Messenger gehören privat für viele Deutsche längst zum Alltag. Inzwischen erwarten sie aber auch von Unternehmen möglichst eine unmittelbare...

  • Autonomes Fahren: Deutsche starten von guter Basis
    Montag, 06. Juni 2016

    Elektrisch und autonom – so sehen viele das Auto der Zukunft. Die gravierenden Veränderungen fordern die Automobilindustrie heraus. Die hiesigen Anbieter scheinen für den Wandel allerdings gut...

  • Klassifizierung von Drohnen für mehr Rechtssicherheit
    Donnerstag, 28. Januar 2016

    Sie finden großen Anklang bei Jung und Alt, waren eines der Top-Geschenke im Weihnachtsgeschäft 2015 und sie gehören zu den Stars der Nürnberger Spielwarenmesse: Drohnen oder Multikopter und...

  • Der 6-Punkteplan für den digitalen Frühjahrsputz
    Montag, 04. April 2016

    Der Frühling ist da! Und damit die perfekte Zeit, um sich von alten Sachen zu trennen und die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Vielerorts wird nun wieder der Putzlappen geschwungen. Aber wie sieht es...

  • Sicher und verschlüsselt durch die digitale Welt: ISÆN schützt persönliche Daten im Internet
    Mittwoch, 22. März 2017

    Eine neue Datenschutztechnologie namens ISÆN (Individual perSonal data Auditable addrEss Number) soll es Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, die Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten im...

  • DVB-T2 kommt
    Freitag, 24. März 2017

    Antennenfernsehen wird hochauflösend: Am 29. März stellen alle TV-Anstalten DVB-T auf das neue HD-fähige DVB-T2 um. Betroffen sind 3,4 Millionen Haushalte in Deutschland. Digitalexperten vom...

  • Unglaublicher Fund in dänischer Scheune: eine Sammlung klassischer Automobile
    Donnerstag, 18. Februar 2016

    Kaum zu glauben, welche verborgenen Schätze noch auf Dachböden, in Kellern und Scheunen in aller Welt auf ihre Entdeckung warten. Dies beweist ein kürzlicher Fund, den Campen Auktioner auf der...