Dienstag, 21 Sep 2021
Die Natur schert sich einen Dreck um jahrzehntelange Planungs- und Entscheidungsprozesse.
Die Natur schert sich einen Dreck um jahrzehntelange Planungs- und Entscheidungsprozesse. Foto: Matt Palmer
 1-2 Minuten Lesezeit  333 Worte im Text  vor 43 Tagen

Der Bericht des Weltklimarates ist ein Alarmschrei! Die Wissenschaftlern haben letzte Zweifel daran ausgeräumt, dass der globale Temperaturanstieg durch menschliches Handeln und das Verbrennen von Kohle, Erdöl und Erdgas verursacht wird. Der Klimawandel schreitet voran. Extreme Hitzewellen, Düren, durch Trockenheit forcierte Feuersbrünste oder katastrophale Überschwemmungen sind weltweit längst an der Tagesordnung - und treffen uns immer häufiger.

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Die Natur schert sich einen Dreck um jahrzehntelange Planungs- und Entscheidungsprozesse - wie etwa beim Rückhaltebecken an der Salz bei Bad Soden. Bis an die Ufer zugebaute Auen von obendrein unnatürlich begradigten Bächen und Flüssen sind Mutter Erde ebenso herzlich egal wie der schnelle Anstieg des Meeresspiegels. Uns Menschen können diese Folgen aber nicht egal sein. Wenn Südseestaaten ihre Landfläche verlieren, von Millionen Menschen besiedelte Mündungsgebiete in Südostasien in den Fluten versinken oder ganze Landstriche in Afrika zu Wüsten werden, scheint das weit weg zu sein. Dadurch ausgelöste Völkerwanderungen werden aber nicht spurlos an uns in Europa vorübergehen.

Die schlechte Nachricht ist, dass der Klimawandel nicht aufzuhalten ist. Die gute Botschaft dagegen ist, dass selbst kleine Schritte zu einer Verlangsamung beitragen können. Damit wird Zeit gewonnen, sich den veränderten Bedingungen anzupassen. Mithelfen kann jeder durch sein Verhalten sowie durch geübte Solidarität insbesondere mit unseren Kindern und Enkeln: Das fängt bei der Akzeptanz der von manchen gehassten, von den meisten Menschen aus Vernunftgründen aber tolerierten Windrädern, Überlandstromleitungen oder neue Bahnstrecken an und reicht bis zum klimagerechten Umbau unserer Wirtschaft.

Dass das horrende Kosten verursacht, liegt auf der Hand. Ebenso, dass jeder Bürger und jede Firma tief in die eigene Tasche wird greifen müssen. Die Alternative wäre, weiter den Kopf in den Sand zu stecken. Werden dadurch Kosten für die Gesellschaft gespart? Nein. Die zig Milliarden Euro, die in den Flutgebieten in den Wiederaufbau gesteckt werden müssen, sollten auch den letzten Leugnern des Klimawandels vor Augen geführt haben, was die Stunde geschlagen hat. Obendrein stehen wir ganz am Anfang. Anders gesagt: Zeit ist Geld. Je länger geredet statt gehandelt wird, desto teurer wird der unumgängliche Anpassungsprozess.

Quelle: ots/Fuldaer Zeitung
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