Mittwoch, 08 Jul 2020
Foto: Universität Bremen
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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit trotz drohendem Brexit: Die Universität Bremen und die walisische Cardiff University gehen eine strategische Partnerschaft ein - die "Bremen-Cardiff Alliance". Die Kooperationsverträge werden am 8. März in Bremen und am 25. März in Cardiff von Rektor Professor Bernd Scholz-Reiter und Vice-Chancellor Professor Colin Riordan unterzeichnet. Ziel ist es, die Entwicklung gemeinsamer Forschungsaktivitäten und die institutionelle Zusammenarbeit zu fördern.

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Foto: doloresbarrioslua / CC0 (via Pixabay)

Ein Tempolimit schützt die Freiheit der anderen

Die Partnerschaft spiegelt die gemeinsamen und sich ergänzenden Stärken und strategischen Prioritäten beider Universitäten wider. Einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ausgewählten Bereichen werden dauerhaft an der jeweils anderen Universität affiliiert, viele weitere werden den Austausch für kürzere Zeit suchen. Rektor Bernd Scholz-Reiter: "Mit der ,Bremen-Cardiff Alliance' erleichtern wir die Kooperation und den Austausch unter unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Durch unsere Kooperation mit einer britischen Universität setzen wir auch dem Brexit und der wachsenden Abschottung in Europa Austausch und Vernetzung entgegen."

"Offenheit in Zukunft aktiv pflegen"

Wissenschaftssenatorin Professorin Eva Quante-Brandt freut sich darüber, dass "Cardiff und Bremen enger zusammenrücken". Man wolle ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit der beiden Universitäten aufschlagen. "Bremen ist für seine Weltoffenheit und seine proeuropäische Haltung bekannt. Und wir wollen diese Offenheit auch in Zukunft weiter aktiv pflegen", so die Senatorin.

Die Kooperation Bremen-Cardiff soll zum einen die Forschungszusammenarbeit zwischen den beiden Universitäten stärken und zum anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern helfen, neue Forschungs- und Förderbereiche zu erschließen. Forscherinnen und Forscher aus Cardiff sollen die Möglichkeit erhalten, gemeinsam mit Bremer Partnern Anträge zu stellen und drittmittelfinanzierte Projekte durchzuführen. Gleiches gilt für Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Cardiff.

Gemeinsam forschen

Die Forschenden tragen am je anderen Standort Forschungsinitiativen mit, betreuen Promotionsprojekte, können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen und anleiten und unterscheiden sich in all dem nicht von den jeweils Ortsansässigen. Diese enge Form der Zusammenarbeit unterscheidet die "Bremen-Cardiff Alliance" von anderen Kooperationsinitiativen, die im Wesentlichen durch gemeinsame Projekte zwischen zwei Universitäten definiert sind. Die "Bremen-Cardiff Alliance" wird offen für die Zusammenarbeit in allen Disziplinen sein. Die ersten Schwerpunkte liegen in den Medien- und Kommunikationswissenschaften, den Meereswissenschaften sowie der Literatur-, Sozial- und Geschichtswissenschaft. Weitere Schwerpunkte wie etwa die Physik können bald hinzukommen.

Mit der Partnerschaftsvereinbarung können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder Personal aus Technik und Verwaltung viel einfacher an den anderen Standort reisen, gemeinsam arbeiten, voneinander lernen und sich so neue Forschungs- bzw. Arbeitszusammenhänge erschließen - ein entsprechender Fonds macht diese Mobilität möglich.

Weitere Informationen:

www.uni-bremen.de/kooperationen/hochschulkooperationen/internationale-partner/
www.uni-bremen.de



Quelle: ots/Universität Bremen
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